Trachtenmode für unter 50 Euro

Was können die Dirndl von H&M?

8. August 2019 - 14:28 Uhr

Die Dirndl im ultimativen Wiesn-Härtetest

Jedes Jahr heißt es "O'zapft is". Und jedes Jahr wieder fragen wir uns, was wir zu der Münchner Riesen-Gaudi (oder zu den Oktoberfest-Ablegern in ganz Deutschland) anziehen sollen. Und vor allem: Wie viel Geld wir für den Spaß ausgeben wollen. Mittlerweile kann man bei zahlreichen Shops und Discountern Dirndl für kleines Geld kaufen. Ganz aktuell mit dabei: der schwedische Moderiese H&M. Der bietet zur aktuellen Wiesn-Saison seine erste Trachten-Kollektion an. Mit im Gepäck: fünf Dirndl. Kostenpunkt: unter 50 Euro.

Aber was können die günstigen Dirndl? Können sie den extremen Feierbedingungen auf dem Oktoberfest wirklich standhalten? Ob Ketchup-Fleck, Schunkelmarathon oder Reißtest: Im Video haben wir die H&M-Dirndl dem ultimativen Wiesn-Härtetest unterzogen.

Das sind die H&M-Dirndl

Insgesamt beinhaltet die Okoberfest-Kollektion fünf verschiedene Dirndl-Modelle in unterschiedlichen Längen, Mustern und Farben. Ob klassisch mit Knopfleiste, mit romantischen Schnürungen oder Retro-Charme in Beige und Grün - H&M greift in seiner Dirndl-Kollektion alle Trachtentrends 2019 auf. 

H & M Dirndl
Dirndl "Giselle" gibt es in Beige und Rosa, um 40 Euro.
© @H & M

Die Farbpalette reicht von Pastelltönen wie Zartrosa, Hellblau und Beige über einen kräftigen Beerenton bis hin zu Dunkelblau. Die Baumwollstoffe zieren florale Prints und Karomuster. 

H & M Dirndl
"Hilda" und "Heidi" greifen aktuelle Dirndl-Trends auf, um 50 EUR.
© @H & M

Expertin hat einige Kritikpunkte

Aber kann man sich in den günstigen Dirndl-Modellen überhaupt sehen lassen? Schließlich gibt es doch eine Menge zu beachten bei der Auswahl der richtigen Tracht. Die Traditionen haben sich zwar über die Jahre etwas gelockert – aber dennoch möchte man mit seinem Dirndl ja auch nicht ins nächste Wiesn-Fettnäpchen treten. Andrea Lakeberg ist Stylistin und kennt sich mit Trachtenmode bestens aus. Was hält sie von den Kleidern von der Stange?

"Grundsätzlich ist die Verarbeitung gut. Allerdings sind die Stoffe z. B. nicht gewebt, sondern bedruckt", so die Expertin. Und noch einen Kritikpunkt hat Andrea Lakeberg. Die Länge der Dirndl. Denn die ist viel zu kurz: "Ein Dirndl muss das Knie bedecken", klärt die Stylistin auf. 

Andrea Lakeberg ist den vergleichsweise günstigen Dirndln aber trotz Längen-Fauxpas nicht ganz abgeneigt. "Wenn man nur einmal eine solche Festivität besuchen möchte, zum Beispiel das Oktoberfest, reicht das Dirndl völlig aus", findet die Stylistin. Vor allem zu späterer Stunde. Denn da, da ist sie sich sicher, schaut sowieso keiner mehr ganz so genau hin. Und das Wichtigste ist schließlich, Spaß zu haben.