Seit über zwei Wochen vermisst

Vermisste Rebecca: Ist eine WhatsApp das letzte Lebenszeichen?

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9. März 2019 - 10:37 Uhr

Neue Erkenntnisse zu Rebeccas Verschwinden

Der Fall rund um die verschwundene Rebecca Reusch aus Berlin bleibt mysteriös. Das Mädchen ist seit über zwei Wochen verschwunden, doch bislang ist völlig unklar, was genau passiert ist. Die Polizei ist sich sicher, dass ein Tötungsdelikt vorliegt. Wahrscheinlich hat Rebecca das Haus ihrer Schwester, wo sie zuletzt gesehen wurde, nicht lebend verlassen. Dafür sprechen auch neue Erkenntnisse aus dem Haus, die RTL exklusiv vorliegen. 

Schrieb sie noch eine WhatsApp-Nachricht an eine Freundin?

Michael Hoffmann vom LKA Berlin hatte in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" gesagt, dass "Rebecca das Haus nicht verlassen haben dürfte." Zur fraglichen Tatzeit sei der Schwager mit ihr allein im Haus gewesen. Florian R. sitzt seit Montag in Untersuchungshaft, ist dringend tatverdächtig. Doch bislang schweigt er zu allen Vorwürfen. Wie schwer die Tatvorwürfe gegen ihn wirklich wiegen dürften, zeigen jetzt neue Infos aus dem Haus.

Nach RTL-Informationen lag Rebeccas Unterwäsche noch im Bad, so als wollte sie sich gerade umziehen. Neben den Router-Daten ist dies ein weiteres Indiz für die Ermittler, dass sie das Haus nicht freiwillig verlassen hat. Außerdem soll sie aus dem Badezimmer noch eine WhatsApp an eine Freundin geschickt haben - das letzte Lebenszeichen?

Rebeccas Handy verband sich am Morgen ihres Verschwindens noch mit dem Router im Haus

Bereits zu Beginn der Ermittlungen hatten die Ermittler bekanntgegeben, dass sich Rebeccas Handy am 18. Februar zwischen 7 und 8 Uhr morgens das letzte Mal mit dem Router im Haus ihrer Schwester und des Schwagers verbunden hatte. Nur kurz danach unternahm der Schwager Florian R. eine für die Polizisten verdächtige Autofahrt in seinem himbeerroten Twingo.

Er soll gegen 11 Uhr aus Berlin raus in Richtung Frankfurt/Oder gefahren sein. Das Auto selbst war zwischendurch auch Gegenstand der Ermittlungen, wurde aber mittlerweile - überraschend schnell - wieder freigegeben. Rebeccas Vater hatte Florian R. zwischenzeitlich aufgefordert, endlich sein Schweigen zu brechen. Das Interview mit ihm gibt's im Video oben.

Die Polizei startete in den letzten Tagen zwei große Suchaktionen in einem Waldstück bei Storkow in Brandenburg, die jedoch bislang erfolglos blieben. Storkow liegt direkt an der Autobahn, auf der Florian R. unterwegs gewesen sein soll. Nach RTL-Informationen will die Polizei die Suche am Samstag an ähnlicher Stelle fortsetzen.