Berliner Schülerin seit 458 Tagen vermisst

Ermittler suchen Rebecca Reuschs Handy im Ausland

Die Suche nach Rebecca Reusch wurde im April eingestellt.
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23. Mai 2020 - 10:56 Uhr

Was ist mit der vermissten Rebecca Reusch aus Berlin passiert?

458 Tage sind vergangen, noch immer fehlt von Rebecca Reusch jede Spur. Die Berliner Schülerin ist am Morgen des 18. Februar 2019 plötzlich verschwunden. Ihre Eltern, Brigitte und Bernd Reusch, glauben noch immer fest daran, dass ihre Tochter noch lebt. Auch ihre Töchter Jessica und Vivien geben die Hoffnung nicht auf, obwohl Schwager Florian R. weiterhin tatverdächtig ist. Um mögliche Beweise gegen den 28-Jährigen zu finden, sucht die Polizei einem Medienbericht zufolge im Ausland nach Rebeccas Handy.

"Wir wollen nichts unversucht lassen"

"Wir wollen nichts unversucht lassen und haben ein Rechtshilfeersuchen an die zuständigen Stellen gestellt", sagte Staatsanwalt Martin Glage am Donnerstag der "Bild"-Zeitung. Die Berliner Mordkommission sieht Rebeccas Schwager Florian nach wie vor als Hauptverdächtigen in dem Fall. Die Ermittler vermuten ein Tötungsdelikt.

Die Gründe für den Verdacht: Der Koch hielt sich am Morgen ihres Verschwindens alleine mit Rebecca im Haus auf und verstrickte sich im Nachhinein in Widersprüche. Außerdem wurde direkt nach ihrem Verschwinden und am Abend des nächsten Tages sein Wagen auf der Autobahn zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) von einem Brandenburger Kennzeichenerfassungssystem erfasst. Zudem behauptete er, dass er geschlafen habe, als Rebecca verschwand.

Suche nach Rebecca Reusch bis nach Russland

Mehrfach hatte die Polizei mit Spürhunden, Polizeitauchern und Wärmebildkameras nach der Leiche der Schülerin gesucht - bislang ohne Erfolg. Auch von ihrer pinkfarbenen Fleecedecke, ihrem Rucksack, ihrer rosafarbenen Plüschjacke und ihrem Handy fehlt bislang jede Spur. Nun will die Staatsanwaltschaft laut "Bild" feststellen, ob das Handy nach dem Verschwinden Rebeccas irgendwo im Ausland eingeloggt war oder benutzt wurde. Von besonderem Interesse seien die östlichen Nachbarländer. Bis nach Russland, Weißrussland und in die Ukraine gehe das Rechtshilfeersuchen der Ermittler. "Die Vorratsdatenspeicherung ist in einigen Staaten großzügig geregelt und es gibt längere Speicherfristen", sagte der Staatsanwalt Glage der Zeitung. Er hofft so, endlich eine Spur der Schülerin zu finden. 

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