RTL News>

Umfrage: Union mit Laschet wieder bei 30 Prozent! Grüne weiter im Sinkflug

10 Punkte Vorsprung auf die Grünen

RTL-Trendbarometer: Union knackt erstmals wieder die 30er-Marke

Die Union schafft wieder die 30 Prozent RTL/ntv-Trendbarometer
01:38 min
RTL/ntv-Trendbarometer
Die Union schafft wieder die 30 Prozent

30 weitere Videos

Union verbessert sich um einen Punkt

Heute dürfte Armin Laschet erfreut auf diese Umfrage schauen: Zum ersten Mal seit Anfang März erreichen die Unionsparteien im RTL/ntv-Trendbarometer wieder die 30-Prozentmarke. Laschet kann vor allem bei den älteren Wählern punkten, das „Sommerhoch“ der Partei lässt sich aber nicht auf ihn als Person zurückführen…

Unions-Vorsprung auf die Grünen wächst

Im Vergleich zur Vorwoche verbessert sich die CDU/CSU erneut um einen Prozentpunkt. Auch die Linke und die sonstigen kleineren Parteien gewinnen jeweils einen Prozentpunkt. SPD, Grüne und FDP verlieren je einen Prozentpunkt.

Damit ist der Vorsprung der Union vor den Grünen auf zehn Prozentpunkte angewachsen. Die SPD hat 16 Prozentpunkte Rückstand zur CDU/CSU, liegt 6 Prozentpunkten hinter den Grünen und zwei Prozentpunkten vor der FDP.

Wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen:

  • CDU/CSU 30 Prozent (Bundestagswahl 2017: 32,9 Prozent)
  • SPD 14 Prozent (20,5 Prozent)
  • FDP 12 Prozent (10,7 Prozent)
  • Grüne 20 Prozent (8,9 Prozent)
  • Linke 7 Prozent (9,2 Prozent)
  • AfD 9 Prozent (12,6 Prozent).

8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2 Prozent). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 22 Prozent etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8 Prozent).

Grün-Rot-Gelb verfehlt Regierungsmehrheit

Derzeit sind nur zwei Regierungs-Bündnisse denkbar: Schwarz-Grün mit zusammen 441 Mandaten und die schwarz-rot-gelbe so genannte "Deutschland-Koalition" mit zusammen 471 Mandaten. Eine grün-rot-gelbe "Ampel-Koalition" würde mit 384 Mandaten die regierungsfähige Mehrheit knapp verpassen.

Auch für die derzeitige Regierung aus Union und SPD, die zusammen 371 Mandate hätten, würde es nicht reichen. Eine "Links-Koalition" aus Grünen, SPD und Linke käme auf 342 Mandate und könnte demnach ebenfalls keine Regierung bilden.

Eine Einschätzung dazu von RTL-Politik-Chef Nikolaus Blome im Video.

"Wer keine Fehler macht, steigt in den Umfragen" RTL-Politik-Chef Nikolaus Blome
10:30 min
RTL-Politik-Chef Nikolaus Blome
"Wer keine Fehler macht, steigt in den Umfragen"

30 weitere Videos

Von Laschet enttäuschte Unions-Wähler kehren zurück

Während der vergangenen fünf Wochen hat sich die CDU/CSU in kleinen Schritten wieder nach oben gearbeitet. Nach der Nominierung von Armin Laschet statt Markus Söder zum Kanzlerkandidaten der Union hatte die Partei deutlich an Sympathien verloren: Im April wollte nur noch die Hälfte der Unions-Wähler von 2017 (50 Prozent) erneut CDU oder CSU wählen. Der größte Anteil der enttäuschten Unions-Wähler (17 Prozent) wollte gar nicht mehr wählen, 16 Prozent wollten die Grünen, 8 Prozent FDP wählen. 9 Prozent wollten sich für eine andere Partei entscheiden.

Jetzt ist ein Großteil der enttäuschten Abwanderer wieder zurückgekehrt. Aktuell wollen 64 Prozent der Unions-Wähler von 2017 wieder CDU oder CSU wählen. Für die Grünen würden sich noch 9, für die FDP 7 Prozent entscheiden. Und statt 17 würden derzeit noch 12 Prozent der Unions-Wähler von 2017 nicht zur Wahl gehen.

Baerbock punktet bei Jüngeren, Laschet bei den Älteren

Das "Sommer-Hoch" der Union wird nicht von deren Kanzlerkandidat Armin Laschet ausgelöst: Für Laschet würden sich wie in der Vorwoche 25 Prozent aller befragten Wahlberechtigten entscheiden. Damit entspricht der Anteil der Laschet-Befürworter in etwa dem Anteil der Anhänger der Union - wenn man diesen Anteil nicht wie bei der ausgewiesenen politischen Stimmung auf diejenigen bezieht, die sich auch an der Wahl beteiligen wollen (30 Prozent), sondern auf die Wahlberechtigten insgesamt (23 Prozent). Zum Vergleich: Angela Merkel erreichte im Wahljahr 2009 stetig über 50 Prozent Zustimmung, desgleichen im Sommer 2017.

Auch für Annalena Baerbock bleiben die Sympathiewerte unverändert. Die jüngsten Negativschlagzeilen rund um Plagiatsvorwürfe in ihrem Buch spielen hier allerdings noch keine Rolle, die Zahlen wurden vorab erhoben.

Wenn die Deutschen ihre Kanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich derzeit 25 Prozent für Laschet, 21 Prozent für Baerbock und 14 Prozent für Olaf Scholz entscheiden. Scholz würde gegenüber der Vorwoche 2 Prozentpunkte verlieren. 40 Prozent würden sich für keinen der drei entscheiden. Besonders groß ist die Ablehnung bei den FDP-Anhängern: 55 Prozent von ihnen wollen weder Laschet noch Baerbock noch Scholz im Kanzleramt sehen.

32 Prozent der 18- bis 29-Jährigen würden Baerbock ins Kanzleramt wählen, Laschet dagegen nur 16 Prozent. 30 Prozent der über 60-Jährigen würden sich für Laschet entscheiden, aber nur 16 Prozent für Baerbock. Scholz kommt bei den Jüngeren auf 10, bei den Älteren auf 20 Prozent Zustimmung. (forsa/eku)

Bei den jungen Wählern punktet Baerbock Wenn Deutsche den Kanzler direkt wählen könnten
01:31 min
Wenn Deutsche den Kanzler direkt wählen könnten
Bei den jungen Wählern punktet Baerbock

30 weitere Videos