Die Situation zwischen Kiew und Moskau kurz zusammengefasst

DAS müssen Sie über den Ukraine-Russland-Konflikt wissen!

25. Januar 2022 - 14:53 Uhr

Das Säbelrasseln an der ukrainischen Grenze geht in eine neue Runde: Die Spannungen zwischen der Ukraine und Russland nehmen jeden Tag weiter zu – und damit auch der Druck auf die USA, die NATO und die beteiligten Bündnispartner. Klar ist: Russland macht mobil. Mehr als 100.000 Soldaten hat Russlands Präsident Putin um die Ukraine bereits aufgestellt. Und jetzt zusätzlich noch 20 Kriegsschiffe für ein Seemanöver vor Irland in die Ostsee beordert.

Darauf reagiert die NATO mit deutlichen Signalen: Mehrere Mitgliedsstaaten wollen Kampfflugzeuge nach Osteuropa verlegen - und ebenfalls Kriegsschiffe in die Ostsee schicken. Frankreich und die USA erwägen, tausende Soldaten zu entsenden während russische Übungen mit schwerem Geschütz in Kasachstan bereits angelaufen sind.

Doch warum das Ganze? Warum spitzt sich der Konflikt weiter zu? Die wichtigsten Hintergründe zusammengefasst im Video.

Warum der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland? Eine große Rolle spielt die Krim!

Die Situation zwischen der Ukraine und Russland war bereits in den vergangenen Jahren sehr angespannt. Ein Grund dafür: Die Besetzung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim, die Russland seit 2014 für sich eingenommen hat. Die Ukraine verlangt das Stück Land seitdem zurück – allerdings vergeblich. Auch die ehemals ukrainische Region Donbas wird seit dem Konflikt von prorussischen Separatisten kontrolliert - immer wieder wird dort von beiden Seiten gegen den geltenden Waffenstillstand verstoßen. Die Situation zwischen Kiew und Russland gleicht also einem Pulverfass. Der Westen und Deutschland sind deshalb in Alarmbereitschaft.

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Druckmittel der EU gegen Russland bleibt die Gaspipeline Nordstream 2

Ziel sei die Situation vor Ort nicht eskalieren zu lassen, betonte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, (Grüne) auf einem Krisengipfel der EU-Außenminister am Montag. Wichtig sei der Dialog mit Diplomatie: "Wir sind in einer Situation, wo es mir darum geht, alle Maßnahmen zu ergreifen, dass wir deeskalieren, den Dialog fortsetzen können, dass wir deutlich machen gegenüber der russischen Regierung: wir müssen im Gespräch sein."

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Ein Thema im Konflikt auch die milliardenschwere Gaspipeline Nordstream 2, die aus Russland Gas nach Deutschland transportieren soll. Noch ist die Leitung nicht in Betrieb. Klar ist aber: Zu wichtig ist Russland als Gaslieferant, aber auch als Exportmarkt. Andere Länder möchten die Leitung gerne als Druckmittel nutzen, um eine Eskalation doch noch abzuwenden. Denn: Geht die Pipeline nicht in Betrieb, würden Russland Gewinne in Milliardenhöhe entgehen.

Deutschland macht aber auch Richtung Kiew klar: Es sollen keine Waffen an die Ukraine geliefert werden – und kassiert dafür jetzt auch Kritik und Verratsvorwürfe von Ex-Boxweltmeister und Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko. (lwe)

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