Razzia bei Ex-US-Präsident

"Hinreichender Verdacht": FBI suchte bei Trump nach Atomwaffen-Geheimdokumenten

 Former President of the United States of America Donald Trump leaves Trump Tower in New York. His residence at Mar-a-Lago was raided by the FBI in the state of Florida. Where: New York, United States When: 10 Aug 2022 Credit: Niyi Fote/TheNews2/Cove
Bei der Razzia im Trump-Anwesen soll das FBI Geheimdokumente über Atomwaffen gesucht haben. (Archivbild=
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Die Schlagzeilen um Donald Trump gehen weiter. Nachdem das FBI das Anwesen ehemaligen US-Präsidenten in Mar-a-Lago durchsucht hat, ist offenbar klar, wonach die Bundespolizei gesucht hat. Einem Medienbericht zufolge soll es bei der Razzia im Trump-Anwesen unter anderem um Geheimdokumente über Atomwaffen gegangen sein.

Im Privat-Anwesen: Hatte Trump Dokumente über Atomwaffen?

Die „Washington Post“ berichtete in der Nacht zu Freitag, die nicht näher bezeichneten Quellen der Zeitung hätten weder gesagt, um welche Informationen es sich konkret gehandelt habe, noch ob diese Informationen die USA oder andere Staaten betroffen hätten. Auch hätten die Quellen keine Angaben dazu gemacht, ob entsprechende Dokumente bei der Durchsuchung gefunden worden seien.

US-Justizminister Merrick Garland verteidigte den Antrag auf einen Durchsuchungsbefehl gegen massive Kritik von Trump und dessen Umfeld. „Ich habe die Entscheidung, einen Durchsuchungsbefehl zu beantragen, persönlich gebilligt“, sagte Garland am Donnerstag bei einer kurzfristig anberaumten Ansprache in Washington. „Der Durchsuchungsbefehl wurde von einem Bundesgericht nach der erforderlichen Feststellung eines hinreichenden Verdachts genehmigt.“

Garland fügte hinzu: „Das Ministerium nimmt eine solche Entscheidung nicht auf die leichte Schulter. Wo immer es möglich ist, wird nach weniger einschneidenden Mitteln als Alternative zu einer Durchsuchung gesucht, und jede Durchsuchung wird eng begrenzt.“

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Video: Trump: Anwesen Mar-a-Lago von FBI durchsucht

Trump: Anwesen Mar-a-Lago von FBI durchsucht Razzia in Florida
00:31 min
Razzia in Florida
Trump: Anwesen Mar-a-Lago von FBI durchsucht

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Razzia bei Trump: Auch Schränke von Melania Trump durchsucht

Der Vorgang gilt als beispiellos in der US-Geschichte. Der Druck auf Garland war seitdem gewachsen, Stellung zu beziehen. Trump war während der Durchsuchung nicht in seinem Anwesen. Er und andere Republikaner haben die Durchsuchung heftig kritisiert und dem demokratischen US-Präsidenten Joe Biden vorgeworfen, das FBI zu politisieren. Biden wusste nach Angaben des Weißen Hauses nicht vorab über die Durchsuchung des Trump-Anwesens Bescheid.

Trump schrieb am Donnerstag auf dem von ihm mitbegründeten sozialen Netzwerk Truth Social, er hätte der Regierung ausgehändigt, was immer sie gewollt hätte. Dann sei es „wie aus dem Nichts und ohne Vorwarnung“ zu der FBI-Durchsuchung gekommen.

Der Ex-Präsident schrieb weiter, auch Gegenstände der früheren First Lady Melania Trump seien betroffen gewesen. „Ich habe gerade erfahren, dass Agenten die Schränke der First Lady durchsucht und ihre Kleidung und persönlichen Gegenstände durchwühlt haben.“ Generell ist der Wahrheitsgehalt von Trumps Aussagen umstritten. Die Faktenchecker der „Washington Post“ hatten Trump in dessen Amtszeit mehr als 30.000 falsche oder irreführende Aussagen nachgewiesen.

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Durchsuchung: FBI nimmt zwölf Kisten aus Trump-Anwesen mit

Garland sagte am Donnerstag, er könne sich zu Einzelheiten der Durchsuchung nicht äußern. Angesichts des öffentlichen Interesses und der Bestätigung des Vorfalls durch Trump habe sein Ministerium jedoch bei einem Bundesgericht beantragt, den Durchsuchungsbefehl und die Quittung für beschlagnahmte Gegenstände zu veröffentlichen.

Hintergrund der Durchsuchung war offenbar Trumps Umgang mit Dokumenten aus seiner Amtszeit. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass das für die Aufbewahrung präsidialer Korrespondenz zuständige Nationalarchiv mehrere Kisten mit vertraulichem Material in Mar-a-Lago vermutete. Trump übergab der Behörde im Januar schließlich mehrere Dokumente. Zudem wirft die Journalistin Maggie Habermann dem Ex-Us-Präsidenten vor, Akten und Dokumente in der Toilette entsorgt zu haben. Dazu hatte Habermann kurz vor der Razzia Fotos veröffentlicht, die dies beweisen sollen.

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Danach soll es nach übereinstimmenden US-Medienberichten zu einem weiteren Austausch zwischen Ermittlern und Trumps Anwälten gekommen sein. Die Beamten hätten den Verdacht gehabt, dass Trump oder sein Team weiter wichtige Unterlagen zurückhielten, schrieb die „Washington Post“ unter Berufung auf anonyme Quellen. Das FBI soll demnach nun zwölf Kisten mitgenommen haben. (jaw, mit dpa)