Klare Worte auf InstagramTV-Star Ruth Moschner rechnet mit der AfD ab

Moderatorin Ruth Moschner in der ARD-Talkshow 'hart aber fair' in den WDR-Studios Köln. Köln, 07.10.2024
Die Moderatorin Ruth Moschner hatte sich in der Vergangenheit bereits öffentlich für die Prüfung eines AfD-Verbots ausgesprochen.
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Ruth Moschner wendet sich an ihre Instagram-Fans, von denen nach ihrer Einschätzung „viele“ die AfD wählten. Die TV-Moderatorin verstehe, dass diese sich nach einem günstigeren Leben sehnten. Doch „Menschenhass“ löse keine Probleme, das Wahlprogramm sei „finanziell nicht realisierbar“.

Die Fernsehmoderatorin Ruth Moschner hat sich in einem Instagram-Post direkt an AfD-Anhänger unter ihren eigenen Fans gewandt. Sie zeige zwar Verständnis für deren Wunsch nach einem besseren, günstigeren Leben, schreibt Moschner. Zugleich kritisiert sie, dass AfD-Wähler dafür „rassistische, antisemitische, menschenfeindliche Pläne“ in Kauf nähmen.

Die AfD habe nie beantwortet, von welchem Geld sie all das bezahlen wolle. „Das Vorhaben ist schlicht finanziell nicht realisierbar. Alle Zahlen lassen sich widerlegen“, so Moschner. Zudem könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich die AfD auch gegen ihre Anhänger wenden könnte, warnte Moschner auf Instagram, wo die TV-Moderatorin rund 370.000 Follower hat: „Wer garantiert euch, dass ihr nicht die nächsten seid, die die AfD loswerden möchte. Menschenfeinde hassen Menschen. Dahinter steckt keine Logik.“ Die 50-Jährige hatte sich in der Vergangenheit bereits öffentlich für die Prüfung eines AfD-Verbots ausgesprochen.

Moschner räumte zugleich ein, dass auch sie enttäuscht von den demokratischen Parteien sei. Sie glaube, dass dort „intern nicht alle demokratisch“ handelten. „Menschenhass und Ausgrenzung werden aber niemals Wohnraum schaffen, sondern Krieg und Elend“, betonte Moschner. „Lasst euch nicht verarschen von einer Partei, die ein altes System hochhält. Lasst uns lieber gemeinsam etwas Neues entwickeln. Als Gemeinschaft“, appellierte die TV-Moderatorin.

In diesem Jahr stehen nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in drei weiteren Bundesländern Parlamentswahlen an - in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und der Hauptstadt Berlin.

Verwendete Quellen: bho/dpa