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Themen und Personen

Rassismus

Der Begriff „Rassismus“ ist regelmäßig Gegenstand von Diskussionen. Aber was ist Rassismus eigentlich, woher stammt er und was macht ihn aus?

Rassismus ist eine Ideologie, die Menschen in Rassen einteilt. Auf deren Grundlage werden Rückschlüsse auf Merkmale wie Intelligenz, Charakter oder den Wert eines Menschen gezogen. Obwohl das Thema erst im 20. Jahrhundert zu umfangreichen Debatten führte, begleitet der Rassismus die Menschheit schon seit Jahrtausenden. So wurden manche Völker im antiken Griechenland als „barbarisch“ und „zivilisatorisch zurückgeblieben“ betrachtet. Manche Historiker sehen darin den Prototypen des späteren Rassismus.

Der moderne Rassismus entstand in Andalusien

Die heute bekannte Fremdenfeindlichkeit hat religiöse Wurzeln. Sie begann in Andalusien, wo Spanier ihre jüdischen und muslimischen Mitmenschen als fremde Eindringlinge ansahen und diskriminierten. Während dieser Zeit entstand auch die Überzeugung von der „Reinheit des Blutes“. Sie besagte, dass Muslime, Juden und Christen allein durch ihre Abstammung an positive oder negative Eigenschaften gebunden wären. Die religiöse bzw. kulturelle Herkunft wurde zur Essenz eines Menschen erklärt. Je nachdem, welcher Religion ein Mensch angehörte, konnte er also gar nicht anders, als edel oder verdorben zu handeln.

Rassismus und die Folgen

Die in rassistischen Ideologien enthaltenen Überzeugungen sind bis heute die Wurzeln für Vorurteile, Diskriminierung, „ethnische Säuberungen“ und sogar Völkermord. In der jüngeren Geschichte wurden vor allem der US-amerikanische Ku-Klux-Klan und die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler zum Inbegriff rassistischer Gesinnungen. Im Gegensatz zur massiven Judenfeindlichkeit der Nazis war der Ku-Klux-Klan zumindest in der Anfangszeit nicht antisemitisch orientiert. Stattdessen konzentrierte er sich auf die Verfolgung und Ermordung afroamerikanischer US-Amerikaner. Welche Sympathien seine Mitglieder für die Nazi-Ideologie hegten, zeigt sich darin, dass sie sich während des Zweiten Weltkriegs mit den Deutschen verbünden wollten, ein Vorhaben, das durch den Kriegseintritt der USA scheiterte.

Rassismus im Alltag

Rassismus ist nicht zwangsläufig an eine organisierte Form gebunden. So werden Menschen rings um den Erdball im Alltag aufgrund ihrer ethnischen Herkunft benachteiligt und schikaniert. Dies beginnt bei rassistischen Schimpfworten und reicht bis zu Mobbing und körperlicher Gewalt. Wo durch Rassismus bedingte Ausgrenzung beginnt, ist umstritten. So sieht der afroamerikanische Schauspieler Morgan Freeman in der Tatsache, dass der Großteil des Geldes in Hollywood in „weißer Hand“ ist, kein Zeichen von Rassismus. Für ihn ist es schlicht „der Alltag des Geschäfts“.