Geimpft, genesen, genervt

Thema Corona unterm Weihnachtsbaum: So vermeiden Sie Stress zum Fest

06. Dezember 2021 - 18:19 Uhr

Corona sorgt für reichlich Gesprächsstoff

Corona – können wir doch irgendwie alle nicht mehr hören. Aber selbst an Weihnachten kommen wir um das Thema wohl nicht herum. Gesprächsstoff und vor allem Meinungen gibt es ja genug. Die einen sind doppelt geimpft, die anderen schon geboostert und das kleine Enkelkind hat gar keine Impfung. Vielleicht will auch der ein oder andere Verwandte vom Thema schon gar nichts mehr hören. Mit diesen Tipps kommen Sie – trotz Corona – stressfrei durch die Feiertage.

Lassen Sie Corona im Rucksack

Suchen Sie am besten jetzt schon das Gespräch, wie Sie mit dem Thema Corona umgehen wollen und nicht erst drei Tage vor Weihnachten, rät Familienberaterin Ruth Marquardt im Interview mit RTL. Bleiben Sie dabei ruhig und sachlich und vermeiden Sie Diskussionen über die Impfung.

"Beschließen Sie im Vorfeld alle Themen, die in Streit ausarten könnten, außen vor zu lassen. Das ist einfach, aber nicht so leicht. Corona lässt uns viel Unsicherheit spüren und deswegen sollten wir versuchen, solche Themen zu meiden", so Ruth Marquardt.

Ihr Praxistipp: Nehmen Sie sich ein Stück Holz und schreiben Sie Corona drauf. Streichen Sie das Wort dann mit einem Stift durch, packen das Stück Holz in den Rucksack und lassen diesen dann vor der Tür stehen. Wenn Sie einen Kamin haben, können Sie das Holz auch dort verbrennen. "Das ist dann unser geschützter Raum und unsere Chance nach zwei Jahren Corona, es uns wieder schön zu machen. Warum sollten wir uns das wieder kaputt machen?" Der Tipp mit dem Holz funktioniert übrigens nicht nur mit dem Thema Corona, sondern auch mit anderen Streitthemen wie Politik oder Religion.

Atmen Sie tief durch!

Und wie sieht es mit dem Thema Impfen aus? Die einen sind geimpft, die anderen wollen nicht. Das sorgt natürlich für ordentlich Zündstoff unterm Baum und könnte die Harmonie an den Weihnachtstagen gefährden. Doch das muss nicht sein. "Atmen Sie tief ein und zählen Sie bis drei, wenn Sie mal wieder innerlich so richtig genervt sind. Gehen Sie vielleicht auch eine Viertelstunde spazieren, das baut Stress ab", so Marquardt weiter.

Lassen Sie Ihre Emotionen also nicht raus, sondern atmen Sie lieber tief durch. So kann jeder seinen Beitrag dazu leisten, dass das Fest der Liebe auch ein Fest der Liebe wird. (jar)

Lese-Tipp: Warum kommt es immer wieder zum Familienstreit unterm Weihnachtsbaum?