Künftige Bundesbildungsministerin

Vor Schulschließungen "erst mal alles andere tun"

29. November 2021 - 11:07 Uhr

"Schulschließungen nicht vorgesehen"

Müssen wegen der Rekord-Infektionszahlen bald schon wieder flächendeckend die Schulen schließen?

Die künftige Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hat jedenfalls betont, dass Schulschließungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht angebracht seien. "Wir haben Schulschließungen im Infektionsschutzgesetz jetzt auch erstmal so nicht vorgesehen, weil ein parteiübergreifender Konsens ist, dass das nicht der richtige Weg ist", sagte die aktuelle Chefin der hessischen FDP in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv (im Video).

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"Erst mal alles andere tun"

Stark-Watzinger sagte aber auch: "Man muss erst mal alles andere tun, bevor man eine solche Maßnahme in Erwägung zieht." Auf Nachfrage, ob Stark-Watzinger eine solche Maßnahme ausschließen könne, sagte die designierte Bundesbildungsministerin, dass man mit der neuen Virusvariante Omikron derzeit die Entwicklungen noch nicht absehen könne. "Stand heute" seien Schulschließungen nicht angebracht: "Sie dürfen nicht das Erste sein, sondern müssen das Letzte sein", so Stark-Watzinger.

Zudem kritisierte Stark-Watzinger den Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) für seine Forderung, die Weihnachtsferien vorzuziehen: "Es ist natürlich immer sehr plakativ und sehr einfach, weitreichende Maßnahmen zu fordern." Man könne der Schließung von Schulen deutlich entgegenwirken: "Wir können durch Masken, Hygienevorschriften, konsequentes Impfen und vor allen Dingen Boostern in den Schulen verhindern, dass eben solche Maßnahmen getroffen werden müssen."

"Augenmerk auf Bildung" im Krisenstab

Bezüglich des geplanten Corona-Krisenstabs der neuen Bundesregierung, betonte Stark-Watzinger, dass hier "auch ein Augenmerk auf Bildung sein wird, denn wir haben die Bildungsverluste in der Coronakrise gesehen."

Stark-Watzinger werde als künftige Bundesbildungsministerin allerdings nicht Teil des Krisenstabs sein.

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