Das sind die Ergebnisse des Corona-Gipfels

Knallharter Lockdown über Ostern! Notbremse wird verschärft

24. März 2021 - 8:12 Uhr

Lockdown wird verlängert - Keine Gottesdienste zu Ostern

Der Corona-Gipfel stand am Montagabend lange auf der Kippe, weil sich die Kanzlerin vor allem beim Thema Osterurlaub gegen die Wünsche einiger Länderchefs stellte. Über Stunden war die Situation festgefahren – eine Unterbrechung dauerte von 18:35 Uhr bis tief in die Nacht. Merkel und die Ministerpräsidenten kämpften in der Nacht auf Dienstag verbissen um einen Fahrplan für die kommenden drei Wochen. Seit kurz vor halb drei stehen die Beschlüsse fest.

+++Liveticker mit ersten Reaktionen auf die Bund-Länder-Beschlüsse+++

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Kontakte, Tests, Notbremse: Das sind die wichtigsten Ergebnisse des Corona-Gipfels

Ab 15.15 Uhr saßen die Länderchefs mit der Bundeskanzlerin zusammen – und es wurde heftig gestritten. Die Beratungen zwischen Bund und Ländern entwickelten sich im Laufe des Abends zu einem Frust-Gipfel. Weil es nicht voran ging, legten die Teilnehmer sogar eine über vierstündige Pause ein – die längste überhaupt bei einem Corona-Gipfel. Dann die Wende – mit den überraschenden harten Regeln für Ostern, die in Entwürfen im Vorhinein keine Rolle spielten. Das sind die wichtigsten Punkte aus den Beschlüssen:

  • Der Lockdown wird bis zum 18. April verlängert
  • Verschärfte Regeln zu Ostern: Gründonnerstag und Karsamstag werden als Ruhetage definiert und mit weitgehenden Kontaktbeschränkungen verbunden. Nur an Karsamstag soll der Lebensmitteleinzelhandel im engen Sinne geöffnet bleiben
  • Generelle Testpflicht für Urlaubsrückkehrer
  • Appell: Keine Präsenz-Gottesdienste zu Ostern
  • schärfere "Notbremse" bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100
  • Zusätzliche Unternehmenshilfe: Neue ergänzende Hilfsinstrumente für von der Pandemie schwer getroffene Firmen sollen entwickelt werden.
  • Unternehmen sollen weiter in die Pflicht genommen werden, umfangreich Homeoffice anzubieten und die eigenen Mitarbeiter regelmäßig zu testen, wenn dies möglich ist
  • Mehr Tests für Schüler, Lehrer und Kita-Beschäftigte geplant

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Ab Inzidenz von 100 in Landkreisen: Notbremse wird verschärft

Bund und Länder wollen die sogenannte Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 verschärfen. In Landkreisen sollen neben der Rücknahme von Öffnungsschritten zusätzliche Maßnahmen eingeführt werden können.

Dazu zählen laut den Beschlüssen aus der Nacht etwa verschärfte Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sowie tagesaktuelle Corona-Tests "in Bereichen, in denen die Einhaltung von Abstandsregeln und konsequente Maskentragung erschwert sind".

Die wichtigsten Fragen und weitere Themen zu den Beschlüssen

Darf ich an Ostern meine Verwandten besuchen?

Mutter, Hotelier, Student: Das bedeuten die Beschlüsse für mich

Kommentar: Die Maßnahmen werden nicht reichen!

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Weitere Unternehmenshilfen geplant

Der neue Beschluss nach der 20. Ministerpräsidentenkonferenz sieht zudem zusätzliche Unternehmenshilfen vor. "Für die Unternehmen, die im Rahmen der Corona-Pandemie besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, wird die Bundesregierung ein ergänzendes Hilfsinstrument im Rahmen der europarechtlichen Vorgaben entwickeln", heißt es darin.

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