Gründonnerstag wie Karfreitag

Neue Corona-Einkaufsregeln zu Ostern

Einkaufen wird über Ostern kaum oder nur sehr eingeschränkt möglich sein.
Einkaufen wird über Ostern kaum oder nur sehr eingeschränkt möglich sein.
© picture alliance, Frank May

24. März 2021 - 10:26 Uhr

Ruhetage über Ostern - auch für Lebensmittelhandel

Angesichts drastisch steigender Corona-Infektionszahlen schicken Bund und Länder ganz Deutschland über Ostern in den schärfsten Lockdown seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr. Vom 1. bis einschließlich 5. April, also von Gründonnerstag bis Ostermontag, soll das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Welle der Pandemie zu brechen. Auch Einkäufe werden nur in geringem Maße möglich sein, sogar die Lebensmittelläden müssen an einem Tag, der eigentlich kein Sonn- oder Feiertag ist, schließen.

​+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Kein Aprilscherz: Am 1. April wird alles runtergefahren

Seit Beginn der Corona-Pandemie war die Schließung der Lebensmittelläden tabu. Die Grundversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln soll jederzeit möglich sein, Supermärkte und Discounter seien systemrelevant. Von diesem Grundsatz wird nach den aktuellen Beschlüssen abgewichen.

Der Gründonnerstag und Karsamstag werden demnach einmalig als Ruhetage definiert und mit weitgehenden Kontaktbeschränkungen verbunden. "Es gilt damit an fünf zusammenhängenden Tagen das Prinzip #WirBleibenZuHause", heißt es in dem Beschluss von Bund und Ländern.

Und nein, es ist kein April-Scherz: Der Gründonnerstag fällt in diesem Jahr auf den 1. April und er wird im Grunde wie der Karfreitag behandelt: Wirklich alle Geschäfte bleiben zu, es wird keine Ausnahmen geben. Nur am Karsamstag soll laut den Beschlüssen der Lebensmittelhandel geöffnet bleiben. Ob die derzeitigen Samstags-Öffnungszeiten in den einzelnen Filialen von Discountern und Supermärkten auch für den 3. April gelten, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Es ist aber davon auszugehen. Man wolle mit der Öffnung der Lebensmittelläden am Karsamstag verhindern, dass die Bevölkerung am Dienstag und Mittwoch die Lebensmittelläden stürmt, erklärte NRW-Vize Joachim Stamp im WDR-Radio.

Handelsverband mit scharfer Kritik an Oster-Schließung

Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht die Schließung der Lebensmittelhändler am Gründonnerstag als "kontraproduktiv". Das führe zu erhöhtem Kundenandrang am vorhergehenden Mittwoch und dem folgenden Ostersamstag. "Den Lebensmittelhandel mit seinen nachweislich hervorragend funktionierenden Hygienekonzepten symbolisch für einen Tag zuzumachen, hilft im Kampf gegen die Pandemie nicht weiter", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

RTL.de empfiehlt

Anzeigen:

Kanzleramts-Chef Braun: Hamsterkäufe nicht erforderlich - auch an Ostern

Der Chef des Bundeskanzleramts Helge Braun betonte gegenüber RTL/ntv, dass auch Ostern keine Hamstereinkäufe erforderlich seien: "Wir haben immer gesagt: Die Lebensmittelversorgung bleibt offen. Das halten wir auch in diesem Fall ein mit der Öffnung am Samstag." Sorge, dass sich die Kunden in den Geschäften knubbeln, hat Braun nicht: "Wir haben Quadratmeter-Regeln, wie viele Leute sich im Supermarkt aufhalten dürfen. Das gilt natürlich weiter."

TVNOW-Doku "Corona - Die 2. Welle"

Wie konnte es zu den vielen Corona-Erkrankten und dann zum Teil-Lockdown kommen? Mit aufwendigen Experimenten ergründen wir das in der Doku "Corona - Die 2. Welle" auf TVNOW.

Quelle: DPA / RTL.de

Auch interessant