Ulrich Klose berichtet aus der Luft

RTL- Reporter im Helikopter über Erftstadt: Häuser unterspült und eingestürzt - mehrere Tote

16. Juli 2021 - 21:46 Uhr

Rettungskräfte sind unermüdlich im Einsatz

Die Lage in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten in den Kreisen Erftstadt und Ahrweiler ist weiterhin ernst. Die Zahl der Todesopfer ist auf 80 gestiegen. Viele Menschen werden noch vermisst. Die Rettungskräfte sind unermüdlich im Einsatz, um Menschen aus den betroffenen Gebieten zu evakuieren. RTL-Reporter Ulrich Klose ist mit dem Hubschrauber über Erftstadt unterwegs. Die Luftaufnahmen zeigen das ganze Ausmaß der Katastrophe.

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Tote bei Häusereinsturz in Erftstadt-Blessem

In Erftstadt-Blessem ist eine Reihe von Häusern ganz oder teilweise eingestürzt. Dabei sind Menschen ums Leben gekommen. "Es gibt Todesopfer", sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln am Freitag. Die Gebäude wurden vermutlich unterspült und stürzten den Hang herunter. Eine große Halle ist völlig in sich zusammengebrochen. "Auf jeden Fall denke ich, dass das keine Einzelfälle bleiben, gerade hier in der Region, wo so viel Wasser ist und so viel unterspült worden ist. Es ist natürlich alles löchrig und instabil. Da passiert es, dass solche Häuser abrutschen, gerade wenn sie am Hang stehen", berichtet Klose aus dem Helikopter.

Anwohner der Rur müssen jetzt auch mit Überschwemmungen rechnen

Zahlreiche Dämme wurden überflutet und drohen zu brechen. An der Rurtalsperre wurden die Schleusen geöffnet, um den Druck auf die Sperrmauer zu senken. Das Wasser schießt hier mit voller Kraft in die Rur. "Was wir hier gerade sehen, ist das Maximale zur Hochwasserentlastung. Das sind 130 Kubikmeter Wasser, die hier pro Sekunde rauslaufen. Also umgerechnet 130.000 Liter jede Sekunde. Dieses ganze Wasser läuft dann in die Rur hinein", beschreibt unser Reporter Carsten Lueb die dramatische Szene. Die Anwohner in den Städten und Dörfern entlang des Flusses müssen sich ebenfalls auf Überschwemmungen vorbereiten. Die zuständigen Verantwortlichen warnten die Menschen, ihre Wertsachen jetzt schon in Sicherheit zu bringen.

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Krankenhaus musste evakuiert werden

Bereits Donnerstag begannen die Evakuierungsmaßnahmen im örtlichen Krankenhaus von Erftstadt. Die Patienten wurden auf umliegende Krankenhäuser verteilt. Aus der Luft erkennt man gut das überflutete Krankenhaus. Zahlreiche Rettungswagen stehen bis über die Räder im Wasser. Die nahegelegene Autobahn A 61 wurde gesperrt. "Wir sehen hier, dass sie komplett gesperrt ist. Es kann nicht gefahren werden, weil überall in den Senken das Wasser ist. Wir sehen teilweise auch Brüche in dem Asphalt. Das wird sich hier über Tage noch hinziehen, bevor das Wasser abzieht. Die Leute beten hier zum Himmel, dass nicht noch mehr Wasser nachkommt", schildert Uli Klose die gespenstische Situation. (rra)