Tote und Vermisste nach Unwetter in der Eifel

Luftaufnahmen zeigen: Ganze Orte im Kreis Ahrweiler zerstört

15. Juli 2021 - 22:23 Uhr

Luftbilder aus Ahrweiler zeigen Ausmaß der Zerstörung

Nach den schweren Regenfällen im Westen Deutschlands wird das ganze Ausmaß der Hochwasser-Katastrophe deutlich. Luftbilder zeigen, dass ganze Orte im Landkreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) nahezu komplett zerstört wurden. Weggerissene Häuser, überschwemmte Straßen, vollgelaufene Keller, Dutzende Menschen werden vermisst – und leider sind bislang auch mindestens 58 Menschen ums Leben gekommen, wie die Polizei in Koblenz und Köln mitteilte.

Sechs Häuser in Schuld (Eifel) eingestürzt - 70 Menschen vermisst

Im Eifel-Ort Schuld bei Adenau sind in der Nacht zu Donnerstag sechs Häuser eingestürzt. Knapp 70 Menschen werden dort vermisst. Bei 25 weiteren Häusern soll Einsturzgefahr bestehen. Der Kreis Ahrweiler hat den Katastrophenfall ausgerufen.

Die Unwetter und Überschwemmungen in der Eifel haben außerdem zu einem großflächigen Stromausfall geführt. Zahlreiche Ortsnetzstationen ständen unter Wasser und hätten abgeschaltet werden müssen, wie Westnetz in Saffig mitteilte.

Erster Überblick über das Ausmaß der Zerstörung

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Gaffer behindern Rettungsarbeiten

Die Polizei Rheinland-Pfalz hat jetzt extra eine Website eingerichtet, wo man Hinweise zum Katastrophenfall in Ahrweiler geben kann: "Wir bitten um Eure Mithilfe durch Übermittlungen von Videosequenzen und Fotos, die Hinweise auf vermisste Personen und Tote geben können."

Außerdem richtet die Polizei Koblenz einen wichtigen Appell an Schaulustige. Sie bittet darum, die Einsätze nicht zu behindern.

Entsetzen im Netz über Hochwasser

Bundeswehr und Höhenretter im Einsatz

Die Bundeswehr unterstützt die Rettungskräfte in den Hochwassergebieten. Allein in Ahrweiler seien 100 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz.

Auch Spezialkräfte der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Wiesbaden seien dort bereits zwei Mal im Einsatz gewesen. Im Landkreis Ahrweiler hätten sie an der Seilwinde des Hubschraubers hängend und unter teils widrigsten Bedingungen mehrere Menschen retten können, die von den Wassermassen in ihren Häusern, in Fahrzeugen oder auf Bäumen sitzend eingeschlossen waren.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Hochwasser-Lage lesen Sie in unserem Unwetter-Ticker.

(dpa/mca)

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