Tote und Vermisste nach Dauerregen

RTL-Reporter im Hochwassergebiet in Schuld (Eifel): "Das Ausmaß ist Wahnsinn"

15. Juli 2021 - 22:20 Uhr

Schuld ist von der Außenwelt abgeschnitten

Mindestens 58 Menschen sind tot, Dutzende werden noch vermisst: In dem kleinen Örtchen Schuld in der Eifel ist nach dem Dauerregen im Westen Deutschlands der Katastrophenfall ausgerufen worden. Bilder aus der Luft zeigen das Ausmaß der Zerstörung – im Video. RTL-Reporter Jan Heikrodt berichtet aus dem Hochwassergebiet.


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Wassermassen reißen massive Steinhäuser mit

"Das Ausmaß ist Wahnsinn", sagt Heikrodt. "Mit der Flut und den Überschwemmungen sind sämtliche Telefonmasten ausgefallen. Die Menschen im Tal können noch nicht einmal einen Hilferuf absetzen oder sagen, dass es ihnen gut geht." In der Nacht zum Donnerstag wurden vier Häuser komplett und zwei weitere zur Hälfte weggespült. "Das sind massive Steinhäuser, die dem Erdboden gleichgemacht worden sind", sagt der RTL-Reporter. Weitere Häuser sind vom Einsturz bedroht.

"Es ist Land unter, der Ort ist von der Außenwelt komplett abgeschnitten. Der Ort ist im Moment nur durch einen Trampelpfad zu erreichen. Es ist ein Gucken: Was steht eigentlich noch, was kann noch gerettet werden?", berichtet Heikrodt. Menschen würden eine Tankstelle leerräumen, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen.

Immerhin: Die Wetterlage gibt Anlass zur Hoffnung. Zwar fließt noch sehr viel Wasser ins Tal - aber im Moment sind keine weiteren Regenmassen angekündigt. (mst)