Umstrittene Freundschaft mit russischem Präsidenten

Ex-Außenministerin von Österreich: "Ich habe auf meiner Hochzeit mit Putin getanzt"

"Ich habe mit Putin getanzt" Skurriler Gast auf Hochzeit
03:22 min
Skurriler Gast auf Hochzeit
"Ich habe mit Putin getanzt"

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Dirndl, Bergidyll und mittendrin Wladimir Putin: Es sind Bilder, die heute absolut surreal wirken. Doch der russische Präsident war 2018 auf der Hochzeit der damaligen Außenministerin Österreichs, Karin Kneissl – und tanzte sogar einen Walzer mit der glücklichen Braut. Trotz des Ukraine-Kriegs scheint die 57-Jährige an ihrer Freundschaft zum Kreml-Chef festzuhalten. Auf RTL-Nachfrage, ob sie es heute bereue, dass Putin auf ihrer Hochzeit war, antwortet die Ex-Politikerin entschlossen „Nein“.

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Österreich: Karin Kneissl tanzt Walzer mit Putin auf ihrer Hochzeit

„Vielen, vielen Dank, dass Sie gekommen sind. Das ist so eine Ehre“, begrüßt Karin Kneissl 2018 den Mann auf ihrer Hochzeit, der für das Leid und auch den Tod vieler Menschen in der Ukraine verantwortlich ist. Doch damit nicht genug, Putin findet sogar persönliche Worte für das Brautpaar, hält eine Rede auf Deutsch. Dann der Höhepunkt: Karin Kneissl tanzt einen Walzer mit dem russischen Präsidenten.

Kneissl erklärt im Interview, dass Putins Besuch auf ihrer Hochzeit ein Zufall gewesen sei. Der russische Präsident sei 2018 zu einer Mischung aus Staats- und Arbeitsbesuch in Wien gewesen. Genau an dem Tag, als Kneissls Hochzeitseinladungen aus der Druckerei kamen: „Eine hatte ich noch in der Hand. Dann habe ich meinen Verlobten gefragt, ob wir die Präsident Putin geben soll.“

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Nachdem Putin Hochzeitsgast war: Kneissl verlässt wegen Anfeindungen Österreich

Schon 2018 war Putins Besuch bei ihrer Hochzeit nicht unumstritten. Karin Kneissl verließ daraufhin Österreich. „Ich musste flüchten, ich bin nicht freiwillig gegangen“, behauptet sie gegenüber RTL. Aufgrund der vielen Anfeindungen und eines „de-facto-Arbeitsverbotes“, wie sie es nennt, lebe sie jetzt in Südfrankreich. Denn wegen ihrer Putin-Nähe habe sie niemand in Österreich mehr beschäftigen wollen.

Auch heute distanziert sie sich nicht von dem russischen Präsidenten und seinen Taten in der Ukraine. Vielmehr wirkt es fast so, als habe sie Verständnis: „Es gibt keine Flugverbindungen mehr aus dem europäischen und dem nordamerikanischen Raum. Das sind schon gewaltige Sanktionen“, kommentiert sie.

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War Hochzeitseinladung für Putin nur Kalkül?

Karin Kneissl, ehemalige Außenministerin von Österreich
Karin Kneissl lebt jetzt in Südfrankreich.
RTL

In der Steiermark, in Österreich, werfen einige Kneissl Kalkül vor. Sie soll Putin eingeladen haben, um an einen Posten im russischen Staatskonzern Rosneft zu kommen. In dessen Aussichtsrat sitzt sie seit 2021 – wie Altkanzler Schröder. Angeblich bekommt sie dafür 500.000 Dollar. Das aufzugeben, ist für sie keine Option. Ihre Begründung: „Ich werde dahingehend total unter Druck gesetzt. Und mein Leben ist bereits vernichtet.“ (jmu)

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