RTL News>Wirtschaft>

Post erhöht Preise für Porto: So viel kosten Briefe, Einschreiben, Postkarten ab sofort

Bereits gekaufte Briefmarken müssen nicht umgetauscht werden

Portoerhöhung ab Januar 2022: Ein Standardbrief kostet dann 85 Cent

27.12.2021, Baden-Württemberg, Stuttgart: ILLUSTRATION - 85 Cent Briefmarken kleben auf einem Bogen. Zum 1. Januar steigt das Porto von Inlandsbriefen, der Standardbrief kostet zukünftig 85 Cent. Alte Marken bleiben gültig, es muss aber zusätzlich fr
Das ändert sich 2022 - Briefporto wird teurer
fdt, dpa, Marijan Murat

Post: „Wir lassen in den ersten Tagen des neuen Jahres Kulanz gelten"

Wer im Digitalzeitalter noch auf klassische Briefe setzt, muss für den Versand im nächsten Jahr tiefer in die Tasche greifen. Das Inlandsporto für einen maximal 20 Gramm schweren Standardbrief erhöht sich zum 1. Januar um 5 Cent auf 85 Cent.

Post: Preiserhöhung beim Porto soll höhere Lohn- und Transportkosten ausgleichen

Und auch bei Postkarten wird nochmal beim Portopreis nachgeschraubt:

  • Für eine Postkarte werden 70 Cent fällig und damit 10 Cent mehr als bisher.
  • Bei einem maximal 50 Gramm schweren Kompaktbrief gibt es einen Portoaufschlag von 5 Cent auf 1 Euro.
  • Andere Sendungsarten werden ebenfalls teurer.

Warum müssen wir nun tiefer in die Tasche greifen? Die Post begründet die neuen Preise mit sinkenden Sendungsmengen und gestiegenen Kosten für Logistik und wachsenden Inflationsraten. Auf ihrer Website schreibt die Post dazu: „Die Preismaßnahme ist nötig, um trotz höherer Lohn- und Transportkosten sowie der in den vergangenen Monaten stark gestiegenen Inflationsrate weiterhin in eine moderne Infrastruktur und vor allem in fair bezahlte, gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren“. Die zuständige Regulierungsbehörde, die Bundesnetzagentur, hatte grünes Licht gegeben für das neue Porto. Die Post dreht beim Porto in der Regel alle drei Jahre an der Preisschraube.

Lese-Tipp: Diese wichtige Änderung ab Januar 2022 sollten alle Beschäftigten kennen

Alte Briefmarken müssen zusätzlich frankiert werden

ARCHIV - 21.01.2019, Berlin: ILLUSTRATION - Ein Mann wirft einen Brief in einen Briefkasten.     (zu dpa "Porto, Kükentöten, Plastiktüten, Mindestlohn - Das ändert sich 2022") Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Briefporto
skm jat lof gfh, dpa, Monika Skolimowska

Alte Briefmarken werden aber nicht ungültig, man muss sie aber zusätzlich frankieren. Wer dies in den ersten Januartagen nicht tut und Briefe nur mit den alten Marken verschickt, dürfte aber Glück haben. „Wir lassen in den ersten Tagen des neuen Jahres Kulanz gelten und werden die unterfrankierten Briefe nicht sofort zurückschicken“, sagte ein Post-Sprecher. So habe man es auch schon bei den vorigen Portoerhöhungen getan.

Die neuen Briefmarken sowie auch die Ergänzungsmarken, um alte und bereits erworbene Briefmarken auf die neuen Preise anzupassen, gibt es seit dem zweiten Dezember in den Filialen der Post und sind auch im Onlineshop des Postunternehmens erhältlich. Briefmarken, die also bisher gekauft wurden, bleiben gültig und müssen nicht umgetauscht werden.

Lese-Tipp: Diese neuen Shopping-Regeln gelten ab Januar 2022

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Neue Portopreise bis 2024 gültig

Die neuen Preissätze sind bis Ende 2024 gültig. Die Briefmenge sinkt im Internetzeitalter schon seit langem, weil viele Menschen zur Kommunikation lieber auf Mails, Chatnachrichten oder Posts in sozialen Medien setzen. Trotzdem ist das Briefgeschäft noch eine lukrative Sache für den Bonner Konzern. (dpa/lwe)

Politik & Wirtschaftsnews, Service und Interviews finden Sie hier in der Videoplaylist

Playlist: 30 Videos