Österreichs Bundeskanzler optimistisch

„Ich hoffe, dass wir alle uns in Europa frei bewegen können.“

11. Mai 2021 - 17:16 Uhr

von Andreas Kock

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat die zögerliche Abstimmung der EU-Staaten in Reisefragen beklagt. Es sei bedauerlich, "dass es nach wie vor keine einheitlichen Regelungen an den Grenzen gibt, dass es keine einheitlichen Standards für Reiseregelungen gibt", so Kurz im Interview mit RTL/ntv. Er rechnet aber mit einer schnellen Verbesserung der Situation: "Ich hoffe sehr, dass jetzt endlich mit dem grünen Pass etwas mehr Ordnung in das System kommt und wir alle uns in Europa frei bewegen können."

Österreich lockert

Das sei wichtig für den Wirtschaftsstandort Europa. Das sei aber auch wichtig für die Freiheit von jedem Einzelnen. "Das könnte vielleicht in einer nächsten Krise besser funktionieren, diese Abstimmung in Europa", fügte der Bundeskanzler hinzu.

Österreich hebt am 19 Mai sämtliche Corona-Einschränkungen im Land auf. Am gleichen Tag entfallen auch die Quarantäne-Bestimmungen auf einreisende Besucher.

Digitale Potenziale nutzen

Eine weitere Erkenntnis der Pandemie sei der offenkundige Aufholbedarf bei der Digitalisierung der europäischen Staaten, so Kurz. Es habe einen riesigen Digitalisierungsschub gegeben. Der habe aber nur die großen Tech-Unternehmen und Internet-Giganten gestärkt. "Da müssen wir noch besser werden, denn da gibt es sehr viel zukünftige Wertschöpfung. Dieses Potenzial dürfen wir nicht anderen Teilen der Welt überlassen", so Kurz im Interview mit RTL/ntv.

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