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Mord an Amerikanerin durch Muttermilch aufgeklärt: Ihr Mann mischte ihr Heroin ins Müsli

Freundin des Opfers wurde misstrauisch

Mord mithilfe von Muttermilch aufgeklärt: Mann mischte Ehefrau Heroin ins Müsli

Überdosis durch Heroin-Muesli Muttermilch überführte den Täter
01:53 min
Muttermilch überführte den Täter
Überdosis durch Heroin-Muesli

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Laut Obduktion war die Todesursache eine Drogen-Überdosis

Das Obduktionsergebnis ließ keinen Zweifel, als Christy Ann H. (36) 2014 tot in ihrem Haus in Davison (US-Bundesstaat Michigan) gefunden wurde: Sie starb an einer Überdosis. Doch eine Freundin wurde misstrauisch und kam auf die Idee, die eingefrorene Muttermilch der 36-Jährigen untersuchen zu lassen. Jetzt ist Jason H. (47), der Ehemann der Toten, schuldig gesprochen worden: Er hatte Christy Ann Thompson Heroin ins Müsli gemischt.

Freundin von Christy wusste von eingefrorener Muttermilch

Seit elf Jahren waren Christy und Jason H. verheiratet, kannten sich seit 16 Jahren und hatten zwei Kinder. Dass die Mutter eines Vierjährigen und eines neugeborenen Babys Drogen konsumieren soll, konnte ihre Freundin Stephany Arnould nicht glauben. Die Beziehung der beiden sei nicht in Ordnung gewesen, aber Drogen? "Niemand glaubt, dass sie das tun würde", sagte sie „CNN“.

Dann hatte sie den Einfall mit der Muttermilch. "Als Mutter, die gestillt hat, kam mir das einige Tage später in den Sinn", sagte Arnould. Und sie wusste, dass ihre Freundin einige Portionen eingefroren hatte. "Sie hat sie im Haus ihrer Eltern und im Haus ihres Onkels aufbewahrt." Verwandte von Christy H. gingen mit der Muttermilch zur Polizei. Reste von Drogen fanden die Ermittler darin nicht.

USA: Ehemann hatte Kontakt zu mehreren Frauen

Sie kamen Jason H. auf die Spur; es vergingen fünf Jahre, bis Anklage gegen ihn erhoben wurde. Laut Staatsanwaltschaft hatte er für 5.000 Dollar einen Auftragskiller für die Ermordung seiner Ehefrau angeheuert. Doch während er den Mord plante, wurde der Killer von der Polizei mit einer Schusswaffe erwischt – und Jason Harris nahm die Sache selbst in die Hand.

Laut Zeugen hatte er Kontakt zu mehreren Frauen, denen er unter anderem Bilder schickte. Neun Tage nach dem Tod seiner Ehefrau kaufte er nach Angaben der Ermittler ein Flugticket, um eine Frau in Rhode Island zu besuchen. Und zwei Wochen, nachdem Christy gestorben war, zog eine Frau in sein Haus ein. Außerdem kassierte er eine Lebensversicherungsleistungen in Höhe von 120.000 US-Dollar (rund 105.000 Euro).

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Michigan: Erstmals Muttermilch als Beweismittel verwendet

Mittwoch wurde Jason H. schuldig gesprochen, unter anderem wegen vorsätzlichen Mordes. Ihm droht lebenslange Haft. Die Entscheidung soll am 10. Dezember fallen. Es ist das erste Strafverfahren in der Geschichte Michigans, in dem Muttermilch als Beweismittel verwendet wurde. (bst)