Ekel-Parasit mit Glubschaugen

Innere Blutungen durch Leberegel: Mann infizierte sich durch Brunnenkresse

11. November 2019 - 10:17 Uhr

40-Jähriger drohte innerlich zu verbluten

Haben Sie in letzter Zeit Brunnenkresse gegessen? Dann sollten Sie jetzt mal ganz genau in Ihren Körper hineinhorchen. Ein 40-jähriger Mann aus Mexiko ist nämlich fast innerlich verblutet, weil sich ein Parasit in seiner Leber eingenistet hat – nachdem er rohe Brunnenkresse gegessen hatte. Diese gilt zwar eigentlich als das gesündeste Lebensmittel überhaupt, kann aber auch zur Infektion mit dem sogenannten Großen Leberegel führen. Und mit diesem möchte man lieber keine Bekanntschaft machen, wie der Fall aus Mexiko in unserem Video zeigt.

Parasit mit Augen und Zunge

Der Mann fühlte sich plötzlich völlig ermattet, und über die nächsten drei Monate verschlechterte sich sein Zustand rapide. Ärzte fanden heraus, dass er unter einer starken Blutarmut litt. Außerdem waren seine Gallenwege, auf denen die Galle von der Leber zum Darm transportiert wird, komplett dicht, berichtet das "New England Journal of Medicine". Und dann machten sie die schaurige Entdeckung: Ein Parasit mit Augen und Zunge hatte sich in der Leber festgesetzt. Außerdem wimmelten unzählige schwarze Würmer in Darm des Patienten umher. Die unfassbaren Aufnahmen, die die Mediziner bei der Untersuchung machten, sehen Sie im Video!

Kann das auch bei uns passieren?

Tatsächlich gibt es immer wieder Fälle, bei denen Parasiten über Lebensmittel in den menschlichen Körper gelangen. Das Risiko, dass sich der Große Leberegel einnistet, besteht vor allem durch den Verzehr von Brunnenkresse wie bei dem Fall in Mexiko, Löwenzahn und Fallobst - vor allem von verseuchtem Weideland. Deshalb sollten vor allem Schwangere und Risikopatienten auf den Verzehr dieser Lebensmittel verzichten.

Wenn man sich einmal infiziert hat, geht alles rasend schnell: Binnen zwei Stunden gelangen die Larven in die Bauchhöhle, durchdringen schon nach zwei Tagen die Leberkapsel. Dort ernähren sie sich vom Gewebe des Organs. Nach ungefähr sechs Wochen wandern sie in die Gallengänge und legen dort ihre Eier ab. Ein Kreislauf beginnt.

Was passiert, wenn ich selbst betroffen bin?

Oft dauert es sehr lange, bis ein Parasitenbefall diagnostiziert werden kann, da sowohl Blut- und Stuhluntersuchungen sowie Kernspintomographie meist ergebnislos verlaufen und die Würmer dabei oft nicht erkannt werden können. Wenn die Diagnose jedoch einmal erfolgt ist, wartet eine langwierige Therapie mit Wurmkuren und strenger Diät auf die Patienten. Manchmal ist es sogar notwendig, die Übeltäter operativ zu entfernen.

Wie Sie sich vor Parasiten schützen können, erfahren Sie hier. Der Patient in Mexiko hat sich nach OP, speziellen Medikationen und Bluttransfusionen übrigens wieder erholt und ist nach einem Monat nun wieder auf dem Wege der Besserung.