Kühlen Kopf bewahren trotz Hitzewelle

Stiftung Warentest checkt Klimaanlagen und Ventilatoren: Welche gut sind - und welche nicht

Mit einer Klimaanlage für zuhause kann die nächste Hitzewelle kommen
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26. Juni 2020 - 16:51 Uhr

Klimageräte im Test

Sommer, Sonne, durchgeschwitzte Nächte - ab Mitte Juli ist es nachts oft zu heiß zum Schlafen und tagsüber zu warm für jede Bewegung. Wohl dem, der eine Klimaanlage daheim hat oder zumindest mit einem Ventilator für Abkühlung sorgen kann. Bevor die nächste Hitzewelle ins Haus steht, baut der kluge Mensch vor. Und besorgt sich rechtzeitig ein Klimagerät oder zumindest einen Ventilator. Aber auch hier gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren, denn in der Untersuchung der Stiftung Warentest (komplettes Test-Ergebnis hier) konnten die wenigsten Geräte überzeugen.

Wenige Klimaanlagen sind laut Stiftung Warentest wirklich zu empfehlen

Wer nicht auf die Hitze vorbereitet ist, sollte also besser keine überstürzten Kaufentscheidungen treffen. Die Warentest-Experten haben 10 Klimageräte und 18 Ventilatoren gecheckt und kommen zu dem Schluss, dass nur die wenigsten Geräte gut sind. Aber der Reihe nach.

Abkühlung im Sommer durch Monoblöcke und mobile Klimaanlagen

Mobile Klimageräte kosten nicht viel und sind in jedem Baumarkt zu haben. Die sogenannten Mono­blöcke sind schnell aufgestellt und betriebs­bereit - bringen aber auch keine effiziente Abkühlung. Denn da der Abluft­schlauch durch das Fenster geführt wird, bleibt immer ein Spalt offen, durch den permanent warme Luft von draußen wieder in den Raum strömt. Um das zu verhindern, müssten Nutzer die Fenster abdichten. Das funk­tioniert in der Praxis kaum.

Pro Sommer verheizen solche Klimageräte so 140 bis 250 Kilowatt­stunden Strom. Halbwegs überzeugen konnte im Test nur das mobile Gerät "Pinguino PAC N90Eco Silent" von De'Longhi* 🛒 ("befriedigend", 3,5, 585 Euro). Etwas happig: Für dessen Betrieb müssen in zehn Jahren zusätzliche Stromkosten in Höhe von circa 434 Euro berappt werden.

Stromsparende Alternative? Die fest installierte Klimaanlage

​Fest installierte Anlagen - sogenannte Splitgeräte - benötigen weniger als 100 Kilowattstunden ­Strom - bei mehr als doppelt so hoher Leistung. Während die mobilen Geräte 40 bis 80 Minuten brauchen, um ein mittel­großes Zimmer von 35 Grad auf 24 Grad runter zu kühlen, schaffen zwei fest installierte Geräte das schon in 7 Minuten. Sie bestehen aus einer Innen- und einer Außen­einheit. Zwischen ihnen zirkuliert ein Kältemittel ­und trans­portiert Wärmeenergie nach außen.

Allerdings dürfen nur Kälteklimafach­betriebe Splitgeräte installieren. Deren Monteure haben oft volle Auftrags­bücher, was wiederum eine lang­fristige Planung erfordert. Zudem sind die Anlagen deutlich teurer. Im Test überzeugen konnten die Geräte von Daikin ("FTXP25M5V18", "gut", 2,0, 1.350 Euro) und Toshiba ("RAS-10PKVPG-E", "gut", 2,1, 2.840 Euro). Die Kosten für den Stromverbrauch auf zehn Jahre liegt hier bei 257 beziehungsweise 273 Euro.

Umwelt­freundlich sind allerdings weder die mobile, noch die fest installierte Variante. Erstere benötigt viel Strom, letztere verwendet das klimaschädliche ­Kälte­mittel R32.

Ventilatoren sind günstig, einfach und nachhaltig

Wer sich nach­haltiger und günstiger erfrischen möchte, greift zu einem Ventilator. Problem: Diese Geräte verbrauchen zwar wenig Strom, aber einen angenehmen Luft­strom erzeugen die wenigsten Ventilatoren. Mehrere sind ausgesprochen laut, einige lassen sich schwer zusammenbauen. Und bei einem Modell können Kinder mit dem Finger in den Rotor fassen.

Insgesamt "gut" schneiden im Test nur 6 der 18 Modelle ab. Testsieger ist das Tischgerät von Meaco* 🛒 namens Fan 1056 ("gut", 1,8, 109 Euro), das mit dem angenehmsten Luststrom überzeugen konnte. Das Model von Dyson* 🛒 ("AM06", 299 Euro) konnte ebenfalls punkten ("gut",2,2). Gute Abkühlung verschafft laut Warentest aber auch der Standventilator"ASF600WE" von Honeywell für 109 Euro ("gut", 2,3).

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