Impfstoff Mitte nächstes Jahr erwartet

Viele Deutsche noch zögerlich: Reicht die freiwillige Corona-Impfung?

17. September 2020 - 15:24 Uhr

Was passiert, wenn nicht genug Deutsche sich impfen lassen wollen?

Nach der Pressekonferenz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Dienstag scheint klar zu sein: Der Corona-Impfstoff wird wohl frühestens Mitte des nächsten Jahres zur Verfügung stehen – zumindest für die breite Masse. Doch wie viele wollen sich dann überhaupt impfen lassen? Eine Impfpflicht – so betonte Spahn in der PK – soll es jedenfalls nicht geben. Er sei sich sicher, dass 55 bis 65 Prozent der Bürger sich freiwillig impfen lassen werden. Das genüge, um eine Herdenimmunität zu erreichen und das Virus zurückzudrängen.

Doch aktuelle Umfragen scheinen diese Sicherheit Spahns noch nicht zu bestätigen. Denn viele Deutsche bleiben noch zögerlich: Laut einer neuen Forsa-Umfrage sind bislang nur 40 Prozent der Bundesbürger bereit, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, sobald dies möglich ist. Andere Experten meinen sogar, dass auch eine Impfbereitschaft von 65 Prozent noch nicht ausreiche, um das Virus zu besiegen. Was passiert also, wenn die Bereitschaft der Deutschen doch nicht so hoch ist, wie von Spahn vermutet? Könnte es dann doch zur Impfpflicht kommen? Wir haben Rechtsanwältin Nicole Mutschke dazu befragt. Ob sie eine Impfpflicht in Deutschland für möglich hält, erklärt sie im Video.

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