Besteht ein Zusammenhang?

AstraZeneca: Fälle von seltenem Kapillarlecksyndrom nach Impfung muss EMA prüfen

Die Europäische Arzneimittel-Agentur prüft den Zusammenhang zwischen der AstraZeneca-Impfung und einer seltenen Erkrankung.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur prüft den Zusammenhang zwischen der AstraZeneca-Impfung und einer seltenen Erkrankung.
© imago images/Xinhua, Joan Gosa via www.imago-images.de, www.imago-images.de

13. April 2021 - 14:35 Uhr

Auch Fälle dieser Erkrankung nach AstraZeneca-Impfung

Der Impfstoff von AstraZeneca gerät immer wieder in die Schlagzeilen. Das Vakzin, das den neuen Namen Vaxzevria trägt, hat bei einigen wenigen Menschen eine Hirnvenenthrombose hervorgerufen. Die Stiko hat ihre Empfehlung daraufhin eingeschränkt. Trotzdem sagt die EU-Arzneimittelbehörde EMA ganz klar: Der Nutzen überwiegt das Risiko. Jetzt mehren sich nach Impfungen allerdings die Fälle einer weiteren Erkrankung.

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Seltene, aber schwere Erkrankung: Kapillarlecksyndrom

Die Europäische Arzneimittel-Agentur überprüft Berichte über das sogenannte Kapillarlecksyndrom, das bei Menschen aufgetreten ist, die mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft worden waren, wie die Behörde mitteilte. Bisher seien fünf Fälle dieser sehr seltenen, aber schweren Erkrankung in der EudraVigilance-Datenbank – eine europäische Datenbank gemeldeter Verdachtsfälle von Arzneimittelnebenwirkungen – erfasst worden.

Das Kapillarlecksyndrom, auch als Clarkson-Syndrom bekannt, ist eine Gefäßerkrankung, die nur sehr selten vorkommt. Aus den Blutgefäßen tritt Flüßigkeit aus, was zu Gewebeschwellungen und einem Abfall des Blutdrucks führt. Laut EMA ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen der Impfung und den Berichten über das Kapillarlecksyndrom gibt.

AstraZeneca-Einsatz in der EU mittlerweile eingeschränkt

Mehrere EU-Länder, darunter auch Deutschland, schränken den Einsatz des AstraZeneca-Impfstoffes mittlerweile ein. In Deutschland sollen nur noch Menschen über 60 Jahre mit dem Vakzin geimpft werden. Jüngere können sich trotz dieser Einschränkung weiter für den Impfstoff entscheiden.

Die deutschen Behörden hatten ihre Entscheidung mit dem Auftreten von Hirnvenen-Thrombosen insbesondere bei jüngeren Frauen in zeitlichem Zusammenhang zu der Impfung begründet.

RKI, EMA, STIKO & Co. – Wer hat eigentlich was zu melden bei Corona?

Im Video: Dr. Christoph Specht schätzt die Entscheidung der EMA zum AstraZeneca-Impfstoff ein

10 Fakten zur Corona-Impfung

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Quelle: dpa/RTL.de

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