Hilfe im RuhrgebietLücke im Schädel – Geodimara (6) aus Angola bekommt aufwendige Operation in NRW
Die sechsjährige Geodimara hat eine seltene Operation gut überstanden. Das Mädchen hatte eine Lücke im Schädelknochen, die in Angola nicht behandelt werden konnte. Aber in einer Klinik in Gelsenkirchen wurde dem Kind geholfen.
Kontrolle nach Operation
Geodimara ist aktuell weit weg von ihren Eltern. Sie ist im Friedensdorf International in Oberhausen. Dort wird verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten geholfen. Das sechsjährige Mädchen ist aus der Provinz Cuanza Sul in Angola. Die medizinische Versorgung dort ist schlecht, ihre Eltern sind arm. Für eine aufwendige und notwendige Operation wurde sie vom Friedensdorf nach Deutschland gebracht. In Gelsenkirchen hat sie Dr. Lutz Schreiber operiert. Geodimara ist im Mai vergangenes Jahr nach NRW gekommen. Das Mädchen hat seit der Geburt eine Lücke im Schädelknochen. Dadurch sind Gehirngewebe und Hirnhäute in die Nase und Augenhöhle gerutscht. In ihrer Heimat fehlt das Equipment und die Expertise, die komplexe Operation durchzuführen. In einer siebenstündigen OP im Ruhrgebiet konnte die Lücke geschlossen werden. Genau wie beim 13-jährigen Rosario. Bei ihm hat die Heilung etwas länger gedauert. Aber mittlerweile hat er durch die Operation ein neues Gesicht.
Nach Behandlung geht’s zurück in die Heimat
Seit fast sechzig Jahren hilft das Friedensdorf hilfsbedürftigen Kindern mit medizinischen Behandlungen - alles von Spenden finanziert und möglich durch Kooperationen mit Krankenhäusern in der Umgebung. Mit Partnerorganisationen vor Ort wird entschieden, welche Kinder am dringendsten Hilfe brauchen. Die Kleinen bleiben für die Versorgung in Deutschland. Wenn alles gut verheilt ist, geht es zurück zu ihren Familien.
Amputation bei Neunjährigem
Auch der neunjährige Gul Ahmad aus Afghanistan profitierte von der Behandlung in Deutschland. Bei ihm wurde lange versucht, sein unteres Bein zu retten. Schließlich musste es aber doch amputiert werden. Dreieinhalb Jahren war er deswegen im Dorf, darf aber bald wieder nach Hause. Viele der Kinder hier wachsen mit Krieg und Gewalt auf. In Armut, ohne medizinische Versorgung. In Oberhausen bekommen sie Hilfe, um dann wieder gesund nach Hause zu fliegen.
So könnt ihr helfen
Das Friedensdorf International ist auf Spenden angewiesen. Neben Geldspenden helfen auch Sachspenden, zum Beispiel Kinderkleidung, aber auch Anziehsachen für Erwachsene. Wenn die Kleinen zurückreisen, nehmen sie oft noch etwas für ihre Familie mit. Alle Infos zu den Spenden findet ihr auf der Internetseite des Friedensdorf.

































