„Umstände” und „Missverständnisse”Fataler Fehler im OP – so wirr erklärt sich die Klinik!

Peinliche Panne im OP-Saal!
An der Innsbrucker Klinik ist es bei einer geplanten Gelenkspiegelung zu einer folgenschweren Verwechslung gekommen: Der Eingriff fand am falschen Knie statt – und wurde dann, nachdem das klar wurde, schnell abgebrochen. Doch auch die Erklärung des Krankenhauses wirft Fragen auf.
Innsbrucker Klinik gehört weltweit zu den besten Krankenhäusern
„Eine Verkettung mehrerer Umstände hat zu dem Zwischenfall bei einer geplanten Arthroskopie (Kniespiegelung) einer Patientin am 25. Februar 2026 geführt“, heißt es in einer Pressemitteilung, die der Kronen Zeitung vorliegt. Und weiter: „Der Vorfall wurde sowohl anhand von Informationen der Beteiligten als auch im Rahmen einer multidisziplinären Konferenz konstruktiv aufgearbeitet. Es zeigt sich, dass Missverständnisse zu dem bedauerlichen Zwischenfall geführt hatten.“
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Welche Umstände und Missverständnisse gemeint sind, das bleibt unbeantwortet! Und das wirft kein gutes Bild auf die Klinik.

Das Paradoxe: Nur einen Tag nach dem OP-Fehler rühmt sich Tirol Kliniken, der Träger der Innsbrucker Klinik, damit, dass die Gesundheitseinrichtung zu den besten Krankenhäusern weltweit zählt. In einem aktuellen Ranking finde sich das Krankenhaus weltweit auf Platz 53, österreichweit sogar auf Platz 2. Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für eine solche Mitteilung!
So erklärt das Krankenhaus die Knie-Verwechslung
Wie konnte der Fehler nun passieren? Der stellvertretende Ärztliche Direktor Thomas Werner-Mathienz sagt im Interview mit der Kronen Zeitung: „In diesem Fall wurden offenbar nicht alle Sicherungsmechanismen so abgearbeitet, wie wir uns das vorstellen“, schildert. Es habe „geringfügige Verstöße“ gegen die internen Vorgaben der Tirol Kliniken gegeben, wodurch es zur Verwechslung kam.
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Ein weiterer Grund für die Verwechslung könnte sein, dass an diesem Tag „nach einer Reihe linker Knien am Ende des Tages noch ein Eingriff an einem rechten Knie erfolgte“. Werner-Mathienz redet von einem möglichen „Fixierungsfehler“.
Kurz- und langfristig sollen Fälle wie dieser verhindert werden, dazu sind jetzt etliche Maßnahmen ergriffen worden. Zum Beispiel will das Krankenhaus seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser schulen.
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Patientin nimmt sich Anwalt – Klage droht!
Als der Fehler bemerkt wurde, wurde die Patientin schnell aus der Narkose erweckt. Noch auf der Aufwachstation wurde sie über die Probleme bei der OP informiert, wie die Kronen Zeitung weiter berichtet. Am nächsten Morgen erklärten sich auch Ärzte bei der Frau.
Doch die scheint alles andere als besänftigt – und hat sich mittlerweile einen Anwalt genommen. Der Klinik droht eine Klage.
Verwendete Quellen: Kronen Zeitung, Tirol Kliniken


