Eltern voller „Schmerz” und „Angst” um ihren EngelBaby Nala kämpft nach Meningitis-Ausbruch in England um sein Leben

Die kleine Nala-Rose kämpft im Krankenhaus um ihr Leben.
Die kleine Nala-Rose ist von dem Meningitis-Ausbruch betroffen.
JustGiving

„Nala geht es nach wie vor sehr schlecht!”
Seit Tagen kämpft das gerade einmal neun Monate alte Mädchen auf der Intensivstation um sein Leben, leidet unter den Folgen des schweren Meningitis-Ausbruchs in England. Ihre Familie bittet nun auf einer Spendenseite um Unterstützung – und richtet bewegende Worte an alle Helfer.

Baby Nala aus Kent (England) an Meningitis erkrankt

Zwei junge Menschen haben nach dem Ausbruch der tödlichen Hirnhautentzündung bereits ihr Leben verloren, zahlreiche weitere könnten infiziert sein – so auch die kleine Nala-Rose aus Folkestone im englischen Kent. Voller „Schmerz” und „Angst” bitten die Eltern des Säuglings, der auf der Intensivstation eines Londoner Kinderkrankenhauses behandelt wird, um Unterstützung für ihre Tochter. Mehr als 6.000 Euro hat die Familie bereits gesammelt.

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„Die Freundlichkeit, die ihr uns durch eure Großzügigkeit und eure aufmunternden Worte entgegengebracht habt, bedeutet uns mehr, als wir in Worte fassen können”, schreiben die Angehörigen auf der Spendenseite JustGiving. „Nala geht es nach wie vor sehr schlecht und sie liegt weiterhin auf der Intensivstation.”

Im Video: Meningitis-Ausbruch in England

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Familie dankbar für große Unterstützung

Die Eltern wissen bereits, dass ihre Nala durch die Meningitis-Infektion „für den Rest ihres Lebens mit bleibenden Beeinträchtigungen leben muss, und das ist etwas, womit wir uns erst langsam abfinden können.” Das Kind müsse sich zwei schweren Operationen unterziehen.

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Umso wertvoll sei die große Unterstützung in der so kräftezehrenden Zeit: „Sie erinnert uns daran, dass wir damit nicht allein sind. Und im Moment bedeutet das alles. Vielen Dank, von ganzem Herzen.”

Viele Überlebende leiden unter Langzeitfolgen

Verursacht wurden die Fälle von Meningokokken der Untergruppe B, wie nach Angaben der Nachrichtenagentur PA am Dienstag (17. März) bestätigt wurde. Das sind Bakterien, die schwere Hirnhautentzündungen (Meningitis) und Blutvergiftungen (Sepsis) auslösen können. Die Erkrankung kann sehr schnell verlaufen. Bereits bei begründetem klinischem Verdacht auf eine solche Meningokokken-Erkrankung soll darum gemäß Meningitis-Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) umgehend mit einer Antibiotikatherapie begonnen werden.

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Die Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion, also Husten, Niesen und Küssen, übertragen. Die ersten Anzeichen einer Infektion sind oft grippeähnlich – Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit. Bei schwerem Verlauf kann es zu septischem Schock, Organversagen und Hirnschäden kommen. Die Todesfallrate betrage 7 bis 15 Prozent, viele Überlebende litten an schweren Langzeitfolgen, heißt es beim Robert Koch-Institut.

Verwendete Quellen: TheSun, JustGiving, dpa