Viele haben schon eine Dosis bekommen

Impf-Beschränkung von AstraZeneca: Was passiert jetzt mit der Zweitimpfung?

01. April 2021 - 10:33 Uhr

Pflegepersonal, Lehrerinnen, Risikopatientinnen - teilweise schon geimpft

Seit Monaten wird mit AstraZeneca gegen das Coronavirus geimpft. 2,2 Millionen Deutsche unter 60 Jahren haben daher schon eine Dosis des Impfstoffs erhalten. Jetzt wurde dem Impfstoff die Empfehlung für diese junge Altersgruppe entzogen, aber was passiert dann für diese Menschen mit der zweiten Dosis?

Im Video erklärt Dr. Christoph Specht die wichtigsten Optionen, die Erstgeimpfte jetzt haben.

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12 Wochen Abstand zwischen erster und zweiter Impfung

Der empfohlene Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfdosis von AstraZeneca liegt bei zwölf Wochen. Vielen Erstgeimpften bleibt also noch Zeit, die Frage nach der zweiten Dosis zu klären.

"Vor dem Hintergrund, dass der Impfabstand zwischen den beiden Impfungen mit dem Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca zwölf Wochen betragen soll und auch ein Überschreiten des Impfabstands nicht dazu führt, dass die Impfung nicht mehr wirkt, sollten in Ruhe die Ergebnisse der aktuellen Überprüfung abgewartet werden", heißt es auf der Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts zum ersten Impfstopp am 16. März.

Wie RTL-Redakteurin Kathrin Gräbener die Nebenwirkungen nach der Erstimpfung mit AstraZeneca wahrgenommen hat, erzählt sie hier.

Impfstatus in Deutschland

In dieser Grafik wird nicht zwischen den verschiedenen Corona-Impfstoffen unterschieden. Weitere Details zu dieser Grafik finden Sie hier.

Kombination von Impfstoffen

Eine Möglichkeit bestünde darin, Erstgeimpfte mit einem anderen Impfstoff nachzuimpfen – etwa dem Vakzin von Biontech. Empfohlen wird das aktuell noch nicht. Das Paul-Ehrlich Institut informiert, dass zwar bereits Studien zur Verträglichkeit der Impfstoffes laufen, Ergebnisse werden aber nicht vor Juni 2021 erwartet. So lange spricht sich die Gesundheitsorganisation nicht für eine Kombination der Impfstoffe aus. Auch die Kombination von AstraZeneca und den neuen Imfpstoffen, etwa Johnson&Johnson, solle schnellstmöglich geprüft werden.

Allerdings würde auch die Erstimpfung mit AstraZeneca schon einen guten Schutz gegen einen schweren Covid-19-Verlauf bieten.

Darf ich, wenn ich unbedingt will?

Nicht alle Betroffenen stehen dem AstraZeneca-Impfstoff kritisch gegenüber. Was ist also mit den Menschen, die sich bewusst für die zweite Impfdosis entscheiden? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagt in einer Pressekonferenz: "Bei den Jüngeren kann jede und jeder mit einem Arzt selbst die Entscheidung abwägen, ob er mit AstraZeneca geimpft werden will."

Das betrifft rund 2,2 Millionen Menschen unter 60 Jahren, die bisher schon mit dem Impfstoff geimpft wurden. Das Risiko einer Thrombose als Nebenwirkung sei "statistisch gering aber ernstzunehmend", so Jens Spahn. In einer Pressekonferenz am Dienstagabend hielt Spahn an dieser ersten Einschätzung fest. Patienten sollten eine zweite Imfpfung individuell mit ihrem Arzt besprechen.

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Für viele Menschen rückt der erste Corona-Impftermin immer näher. Aber noch sind viele Fragen offen und täglich kommen neue hinzu. Wann kann ich mir einen Termin machen? An wen kann ich mich für einen Impftermin wenden? Worauf müssen Menschen mit Krebserkrankung und Schwangere achten? Darf ich mir meinen Wirkstoff selbst aussuchen und muss ich nach der Impfung die AHA-Regeln beachten? Sollte ich mich impfen lassen, obwohl ich schon Corona hatte? Diese und mehr Fragen beantworten wir in unserer Web-Story hier.

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