So achtlos gehen wir mit unserer Umwelt um

Indonesien: Haufenweise Plastikmüll im Magen einer Makrele gefunden

16. September 2019 - 10:04 Uhr

Fisch hat einen ganzen Plastiklöffel im Bauch

Die Aufnahmen, die wir im Video zeigen, sind nichts für schwache Nerven! Als eine Frau in Indonesien einen frischen Fisch zubereiten wollte, traute sie ihren Augen kaum. Schon beim Anfassen der Goldmakrele hatte sie ein komisches Gefühl – und das trügte nicht. Beim Zerlegen fand sie acht Plastikteile im Magen, darunter ein ganzer Plastiklöffel. Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass Meerestiere entdeckt werden, deren Körper voller Müll ist. Und das weltweit. In den Niederlanden hat der Plastik-Abfall zwei Robben das Leben gekostetin einer Auffangstation in Kapstadt hatte eine Schildkröte einen Luftballon im Körper. Diese Vorfälle beweisen immer wieder, wie achtlos wir Menschen mit unserer Umwelt umgehen – und dass sich dringend etwas ändern muss!

2030 mehr Plastik als Fische in den Ozeanen

Laut UN-Umweltprogramm landen jedes Jahr 6,4 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen – Wissenschaftler gehen davon aus, dass bereits 2030 mehr Plastikteile als Fische in den Weltmeeren umherschwimmen. Eine unglaubliche Vorstellung, doch die Folgen des Plastikverbrauchs der Bevölkerung sind schon jetzt dramatisch. Das Plastik verdreckt nicht nur die Weltmeere, es wird dadurch auch von Fischen und anderen Meerestieren aufgenommen. Von Plastiklöffeln über Luftballons bis hin zu jeder Menge Mikroplastik wurde in den Mägen von Meeresbewohnern bereits alles gefunden. Große Teile davon nehmen auch wir mit der Nahrung auf.

Viele Plastikprodukte können einfach vermieden werden

Nur zwölf Prozent des Plastikmülls werden recycelt, weitere acht Prozent verbrannt. Es werden also gerade einmal 20 Prozent der Gesamtmenge verarbeitet, von den restlichen 80 Prozent landet ein Großteil im Meer. Doch das eigentliche Grundproblem ist der hohe Plastikverbrauch der Menschen und die damit einhergehende Produktion. Und das, obwohl viele Plastik-Produkte ganz einfach durch Alternativen ersetzt werden können. So können beispielsweise Plastikflaschen, die stolze 14 Prozent des Ozeanmülls ausmachen, durch eine wiederverwendbare Flasche ersetzt werden, frische Ware wie Aufschnitt oder Käse kann in wiederverwendbaren Boxen eingekauft werden.