"Ich spüre das, was mir verkauft wird, nicht.“

Impfskeptikerin: Darum lässt sich Katrin K. nicht impfen

05. Dezember 2021 - 12:53 Uhr

„Ich sehe die Zahlen medial, aber ich spüre es nicht.“

Katrin K. ist ungeimpft. Sie leugnet Corona nicht und hält sich auch an Masken- und Testpflicht. Doch dem Impfstoff traut sie nicht. Stattdessen hört sie auf ihr Gefühl: "Ich sehe für mich wahrscheinlich die Notwendigkeit nicht. Vielleicht müsste man mich mal mitnehmen auf eine Intensivstation, aber ich spüre das, was mir verkauft wird, nicht."

Gefühl wichtiger als Zahlen

"Jetzt würdet ihr mich am liebsten erschlagen, oder?" Das sagt Katrin K. am Ende des Interviews mit RTL. Ihr ist bewusst, dass ihre Sichtweise von vielen Menschen nicht geteilt wird. Schließlich sind laut RKI 57 Millionen der Menschen in Deutschland, für die ein Impfstoff zugelassen ist, doppelt geimpft. Die zweifache Mutter gehört wie 16,9 Millionen weitere Ungeimpfte zu einer Minderheit. Trotzdem steht sie zu ihrer Entscheidung: Keine Impfung für sich und ihre zwei Töchter (6 und 8 Jahre). Bilder von vollen Intensivstationen, Geschichten von Menschen, die ihren Opa, ihren Mann oder ihre Mutter verloren haben, das alles besorgt sie nicht. Katrin K. stützt ihre Entscheidung auf eigene Erfahrungen. "Es ist möglich, dass ich Corona bekomme und ich kenne jetzt mittlerweile wirklich einige, die Corona haben. Aber da war es dann eine Grippe. Oder eine Erkältung. Oder ein Schnupfen."

Dass inzwischen über 100.000 Menschen in Deutschland an Corona gestorben sind, will sie nicht wirklich glauben oder zumindest nicht wahrhaben. "Ich habe eher von Nebenwirkungen bezüglich des Impfstoffs gehört und von Toten, als dass jemand durch Corona gestorben ist", sagt sie. Eine Aussage, die rein faktisch nicht Mal im Ansatz zu belegen ist und schlicht falsch ist.

Impfskeptikerin trotzt politischem "Druck"

Katrin K. ist gläubige Christin, zitiert Prüfungen, die in der Bibel angekündigt werden. Gleichzeitig betont sie immer wieder, ihre eigene Meinung bilden zu wollen, zu hinterfragen, nicht alles hinzunehmen, was ihr "aufgetischt" wird. Und so steckt in ihrem Widerstand zum Impfen eine ganze Menge Trotz: "Mich stört am allermeisten der Druck", sagt sie.

Deshalb ist eines klar. Politische Maßnahmen wie flächendeckendes 2G können sie nicht zum Umdenken bewegen. Ungeimpfte dürfen nicht ins Restaurant? Kein Problem, sie kocht selbst. Theater nur für Ungeimpfte? Kein Problem, mit den Kindern hat sie Theater genug.

Und doch: Komplett schließt sie eine Impfung nicht aus. Was dafür passieren müsste, das erklärt sie im Video. (mch, mmü)