Im Podcast "heute wichtig"

Mit dem Knüppel gegen die Wahrheit: Wie Putins Schergen gegen das eigene Volk vorgehen

Festnahme in St. Petersburg
Bei einer Demonstration in St. Petersburg am 6. März nimmt die Polizei einen Mann fest.
www.imago-images.de, IMAGO/ZUMA Wire, IMAGO/Stringer

Heute treffen sich die Außenminister von Russland und der Ukraine in der Türkei. “stern”-Auslandsreporterin Bettina Sengling sagt, was sie davon erwartet. Und sie schildert, mit welcher Willkür und Brutalität die russische Polizei gegen Demonstrierende vorgeht.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen rund um den Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit im Liveticker

Stimmung in Moskau extrem angespannt

Sie habe die Stimmung als sehr angespannt empfunden, sagt “stern”-Auslandsreporterin Bettina Sengling. Sie ist gerade aus Russland zurückgekehrt, wo sie erlebt hat, wie die Repressionen im Land zunehmen. Seit fast einer Woche gilt in Russland das neue Mediengesetz. Jetzt drohen bis zu 15 Jahre Gefängnis als Strafe, wenn man sich in den Augen der russischen Regierung “falsch” über den Russland-Ukraine-Konflikt äußert. Etwa, wenn man von “Krieg” statt von einer “Spezialoperation” spricht. “Die Freiheit des Wortes und der Meinung ist extrem eingeschränkt, das schlägt total auf die Stimmung”, sagt Bettina Sengling.

Die Reporterin beschreibt die Sorgen der Menschen im Land. Viele junge Männer hätten Angst, dass sie eingezogen werden. Vielen Menschen im Land machten die Sanktionen Angst, in den Wechselstuben gebe es kein Geld mehr. Auch von Demonstrationen in Moskau berichtet Sengling in Folge 229 des Podcasts “heute wichtig”. Allein in Moskau habe es um die 2.000 Verhaftungen gegeben. “Viele sind total willkürlich.”

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Heute treffen sich die Außenminister Russlands und der Ukraine   

In der Türkei kommen heute die Außenminister Russlands und der Ukraine zusammen. Es sei sehr gut, dass das Treffen nicht in Belarus stattfinde, sagt Bettina Sengling. Zu den Forderungen Russlands sagt sie, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits signalisiert habe, dass er sich einen neutralen Status der Ukraine vorstellen könne. Eine Anerkennung der annektierten Krim sei für die Ukraine nicht möglich, denke sie. Auch bei der Anerkennung des Donbass gebe es Bedenken. Und auf Waffen könne die Ukraine nicht verzichten.

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Das Sorgentelefon der EU – der direkte Draht nach Brüssel 

Das Schicksal der Ukraine beschäftigt Menschen auf der ganzen Welt. Die Hilfsbereitschaft ist groß. Das bekommt auch Jens Mester zu spüren. Er ist Referatsleiter Kommunikation bei der EU-Kommission in Brüssel und betreut das Europe Direct Contact Center, das Sorgentelefon der Europäischen Union. Die Nummer 00800 6789 1011 ist der direkte Draht nach Brüssel, erreichbar für alle und das in allen 24 Amtssprachen der EU. “Egal was, alles kann gefragt werden, solange es mit der EU zu tun hat”, sagt Mester im Interview mit “heute wichtig”-Host Michel Abdollahi. Viele Menschen würden im Moment fragen, wie sie direkt Menschen in der Ukraine unterstützen können. Sogar aus Indien seien schon Anrufe gekommen.

“Wir haben mittlerweile das Gefühl, dass die Bedeutung der EU bei der Lösung von Krisen doch anerkannt wird. Man sieht, dass auf europäischer Ebene Dinge lösbarer sind als auf der nationalen Ebene. Das stärkt auch das Vertrauen in die EU”, so Mester.

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In der aktuellen Folge von “heute wichtig” geht es auch um eine spektakuläre Entdeckung. Forscher haben in 3,008 Metern Tiefe, auf dem Grund des Südpolarmeeres, das Wrack der legendären “Endurance” entdeckt. Unser Wissen-Redakteur Helmut Broeg erzählt Ihnen “eine der spannendsten Abenteuergeschichten des frühen 20. Jahrhunderts.”

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