Wenn das Baby sich herumdreht

Das Baby rollt sich herum – ein wichtiger Schritt für die eigene Mobilität

Mit Spielzeug können Eltern das Baby dazu bewegen, sich herumzurollen und damit einen ersten Schritt zur eigenen Mobilität zu tun.
© iStockphoto, TATYANA TOMSICKOVA

29. Juni 2020 - 12:19 Uhr

Wann beginnt das Baby sich zu rollen?

Der Zeitpunkt in der Kindesentwicklung, ab dem sich ein Baby herumdrehen kann, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Deshalb kann es durchaus sein, dass einige Babys sich schon sehr früh drehen können, während andere sich noch etwas Zeit lassen. Das Drehen beim Baby ist nur möglich, wenn es eine starke Rückenmuskulatur besitzt. Einige Babys haben schon in einem Alter von drei Monaten gelernt, sich zu drehen. Mit fünf bis sechs Monaten ist es allerdings den meisten Babys möglich, sich herumzurollen. Viele lernen dies unmittelbar nachdem sie den Kopf heben können, andere lernen es parallel zum Sitzen. 

Wie das Baby lernt, sich herumzudrehen

Ab dem dritten Monat können Sie beobachten, wie Ihr auf dem Bauch liegendes Baby beginnt, das Herumdrehen zu lernen. Meist wird es versuchen, den Kopf zu heben. Auch die Schultern werden angehoben und es wirkt ein wenig, als ob das Baby Liegestütze ausprobieren möchte. Dabei werden Nacken- und Rückenmuskeln trainiert und das Baby sieht die Welt aus einer anderen Perspektive.

Kinder beginnen in einem Alter von drei bis vier Monaten meist mit der Drehung vom Bauch auf den Rücken. Ungefähr ab dem sechsten Monat ist das Baby soweit trainiert, dass es sich auf den Bauch oder in die Seitenlage drehen kann.

Die Entwicklung des Drehens

Kaum etwas verläuft in der Entwicklung des Babys so unterschiedlich wie das Drehen. Einige Babys werden wahre Meister, sich mithilfe des Drehens fortzubewegen. So erreichen sie Spielzeuge und andere Dinge nur durch Drehen.

Andere Babys hingegen drehen sich kaum bis gar nicht. Sie lassen diesen Schritt in der Entwicklung einfach aus und fangen direkt mit dem Krabbeln oder Sitzen an. Dies sollte die Eltern nicht irritieren – solange das Baby neue Dinge lernt, können auch  Entwicklungsschritte übersprungen werden. Hebamme und Kinderarzt werden Ihnen hier gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. 

Das Herumdrehen vom Baby unterstützen

Eltern können versuchen, das Rollen und Drehen zu fördern. Es ist hilfreich, mit dem Baby zu spielen, während es in Bauchlage liegt. Wenn es interessiert den Kopf und den Körper in Richtung eines Spielzeuges bewegt, können Sie diesen Drang ausnutzen. Bewegen Sie das Spielzeug langsam vom Baby weg und lenken Sie durch Schütteln oder Geräusche das Interesse in die richtige Richtung. Das Baby wird fasziniert sein und versuchen, das Spielzeug zu erreichen. Oftmals geschieht das Rollen beim Baby ganz überraschend. Ein Erfolg sollte begeistert kommentiert und mit einem Lächeln belohnt werden.

Wenn die Entwicklung Anlass zur Sorge ist

Wie schon erwähnt, ist das Drehen nicht so wichtig, solange das Baby Interesse an anderen Formen der Bewegung hat. Wenn es versucht zu robben oder zu sitzen, dann besteht meist kein Grund zur Besorgnis. Anders sieht es aus, wenn ein Baby mit sechs Monaten nicht die Position wechselt und sich auch ansonsten nicht bewegt. Statt dem Drehen sollte das Baby also zumindest das Sitzen oder Krabbeln ausprobieren. Fehlen diese Aktionen, sollten Eltern mit dem Kinderarzt darüber sprechen, ob alles in Ordnung ist.