RTL News>

Franziska Giffey: "Ich möchte auch Regierende Bürgermeisterin der Ungeimpften sein"

Franziska Giffey eine Woche vor ihrer Ernennung

"Ich möchte auch Regierende Bürgermeisterin der Ungeimpften sein"

"Ich möchte auch Bürgermeisterin der Ungeimpften sein" Giffey am Silbertelefon
00:25 min
Giffey am Silbertelefon
"Ich möchte auch Bürgermeisterin der Ungeimpften sein"

30 weitere Videos

Bald-Bürgermeisterin von Berlin will allen zuhören

Noch ist Franziska Giffey einfach Abgeordnete des Berliner Abgeordnetenhauses. Doch in nicht einmal einer Woche wird sie sehr wahrscheinlich die neue Regierende Bürgermeisterin von Berlin sein. Eine Aufgabe, in der sie in einer aktuell schwierigen Zeit vor allem zuhören will, wie sie im RTL-Interview erzählt. Das bedeute auch, dass sie auch die Regierende Bürgermeisterin der Ungeimpften sein wolle.

+++ Alle Infos rund um das Corona-Virus und seine Auswirkungen finden Sie jederzeit in unserem Liveticker +++

Giffey: Müssen Gemeinschaft und Zusammenhalt fördern

Der Wechsel im Kanzleramt ist bereits vollzogen, Olaf Scholz leitet nun die Geschicke von Deutschland. In Berlin wird dieser Wechsel wahrscheinlich drei Tage vor Weihnachten stattfinden. Dann soll Franziska Giffey zur Regierenden Bürgermeisterin gewählt werden.

Schon jetzt zeigt sich aber, welchen Stil die neue Chefin im Roten Rathaus wählen will. „Jetzt im Moment ist eine Lage, die sehr schwierig ist, weil sie so angespannt ist, weil verschiedene Gruppen unterschiedlicher Auffassung sind“, so Giffey. Deshalb sei es nun wichtig, Gemeinschaft und Zusammenhalt zu fördern, zuzuhören und nicht einzelne Gruppen per se auszuschließen.

Giffey mit Scholz auf einer Linie

Wie das funktionieren soll? Auch dafür hat Giffey einen Plan parat. Angelehnt an Olaf Scholz Aussage, er wolle auch der Kanzler der Ungeimpften sein, will auch die künftige Regierende Berliner Bürgermeisterin nicht spalten, sondern deeskalieren. „Bei mir ist das genauso“, sagte Giffey zu Scholz’ Zitat. „Ich möchte dann auch die Regierende Bürgermeisterin der Ungeimpften sein – beider Gruppen. Es geht darum, dass wir die Gesellschaft, unsere Stadt wieder zusammenführen.“

Das Entscheidende sei, für Verständnis zu werben, dass gewisse Maßnahmen nun einfach ergriffen werden müssten, damit man irgendwann wieder zur Normalität zurückkehren könne.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Bedrohungen sind "dramatisch für die Demokratie"

Giffey distanzierte sich klar von den illegalen Protestmärschen und Fackelzügen, die in den vergangenen Tagen in mehreren Bundesländern stattgefunden hatten. „Wenn die, die sich politisch (für schärfere Maßnahmen, Anmerkung der Redaktion) einsetzen, bedroht, beleidigt, beschimpft und mit Hass überzogen werden, dann geht das nicht spurlos an einem vorbei. Ich finde das teilweise wirklich besorgniserregend, was da im Netz passiert.“

Lese-Tipp: Razzia wegen Telegram-Mordplänen gegen Kretschmer

Sie betonte auch, dass schärfere Maßnahmen, wie Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht nicht willkürlich getroffen würden. „Das machen wir ja nicht aus Spaß.“ Es sei im Gegenteil dramatisch für die Demokratie, wenn sich Menschen nicht mehr politisch engagieren würden, weil sie ihre Meinung nicht mehr offen sagen könnten aus Angst bedroht zu werden. (sst)

Noch mehr Videos rund um das Thema Corona - in unserer Video-Playlist

Playlist: 30 Videos

Spannende Dokus zu Corona gibt es auf RTL+

Das große Geschäft mit der Pandemie: Ausgerechnet in einer Zeit, in der jeder um seine Gesundheit bangt, finden Betrüger immer wieder neue Wege, illegal Geld zu machen. Egal, ob gefälschte Impfpässe, negative Tests oder Betrügereien in den Testzentren - die Abzocke lauert überall. Sogar hochrangige Politiker stehen in Verdacht, sich während der Corona-Zeit die eigenen Taschen vollgemacht zu haben. Unsere Reporter haben europaweit recherchiert – die ganze Doku auf RTL+