Weitspringerin aus Hessen bei den Olympischen Spielen

Maryse Luzolo träumt vom Sprung aufs Treppchen

27. Juli 2021 - 12:33 Uhr

Weitspringerin aus Frankfurt bei den Olympischen Spielen in Tokio

Maryse Luzolo reist von Frankfurt nach Tokio, um bei den Olympischen Spielen um die Goldmedaille zu kämpfen. Der 26-Jährigen geht es um mehr als "Dabei sein ist alles" – doch eine schwere Verletzung hätte die Frankfurterin beinah ausgebremst.

6,69 Meter sind Maryse Luzolo persönliche Weitsprung-Bestmarke

Wir treffen Maryse Luzolo beim Abschlusstraining. Die Weitspringerin aus Frankfurt wurde für Tokio nominiert, nachdem sie im Juni in Leverkusen mit 6,69 Metern eine neue persönliche Bestweite gesprungen ist. "Ich habe so sehr gekämpft, um bei den Spielen dabei zu sein. Und als es wahr wurde, das war so toll", berichtet Luzolo von diesem besonderen Moment.

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Knieverletzung ließ Luzolos Träume beinah platzen: „Ich habe viel Schmerz auf mich genommen"

Dabei hatte sich die 26-jährige frühere Eintracht-Leichtathletin vor vier Jahren eine schlimme Knie-Verletzung zugezogen, als beim Training unter anderem ihr Kreuzband riss. Trainer Jürgen Sammert erinnert sich: "In dem Knie war alles kaputt, was kaputt sein konnte. Sie hat ein halbes Jahr gebraucht, um wieder laufen zu lernen." Zwei Jahre später dann wieder ein Wettkampf – mit "relativ guter Leistung".

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Maryse Luzolo kann das Knie bis heute immer noch nicht richtig beugen. Sie hat Angst, dass das Kreuzband erneut reißt. Aber sie kämpft sich zurück: "Ich habe viel Schmerz auf mich genommen, damit ich jetzt doch an meinem Ziel angekommen bin." Trainer Sammert rät: Alles geben, beim bisher größten Wettkampf im Leben der Weitspringerin. Und vielleicht wird dieses Risiko am Ende mit einer Medaille belohnt. (fge)

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