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Frankfurt: Nach Antrag der Grünen: M- und N-Wort wird verurteilt

Symbolisches Zeichen gegen Rassismus

Sprache darf nicht alles: Frankfurt verurteilt M- und N-Wort

Frankfurt verurteilt M- und N-Wort Symbolisches Zeichen gegen Rassismus

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Wie weit darf Sprache gehen? Mit dieser Frage hat sich die Stadt Frankfurt lange beschäftigt. Es geht um die Verurteilung des M- und N-Worts, die die Frankfurter Grünen durchsetzen wollen. Nun ist der Antrag durch – und zwar mit Erfolg. Die beiden Wörter werden in Frankfurt ab sofort verurteilt. Die Entscheidung hat vor allem einen Symbolcharakter, der die Frankfurter sensibilisieren und aufklären soll. Mehr im Video.

Apotheken werden umbenannt

Vor knapp einem Jahr hat bereits das Stadtparlament in Kassel entschieden, dass sie als erste Stadt Deutschlands das Wort „Mohr“ ächten werden. Trotzdem darf sich eine Kasseler Apotheke weiterhin „Mohrenapotheke“ nennen, trotz einer Petition. Dass eine Umbenennung funktionieren kann, zeigt eine Apotheke in Frankfurt, die ebenfalls den Namen „Mohrenapotheke“ trug. Diese heißt nun „Zeil-Apotheke“. Das Wort „Mohrenapotheke“ ist aber weiterhin in das Gebäude eingemeißelt, so der Stadtverordnete der Grüne, Emre Telyakar. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Das stelle die Umbenennung nun vor neue Herausforderungen.

LESE-TIPP: Rassismus-Debatte: Bäcker Mohr verteidigt Firmen-Logo

Im Video: Kasseler Apotheke sorgt für Diskussionsstoff

Mohrenapotheke in Kassel soll umbenannt werden "Schwarz und deutsch sein ist kein Widerspruch"

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Rassismus hat in Sprache nichts verloren

Der Antrag der Grünen in Frankfurt ist vor allem ein Symbol. „In anderen Kontexten machen wir das immer. Wir sagen Kindern, dass sie in bestimmten Räumen nicht fluchen sollen oder bestimmte Wörter nicht sagen sollen. Oder darauf achten sollen, dass sie nichts sagen, was andere Menschen verletzt. Und ich glaube, das ist einfach das, was dieser Antrag mitbringt“, so die Frankfurter Stadtverordnete Mirrianne Mahn. (dgö)