Haas-Boss Steiner über Entscheidung der Stewards

Verstappen-Strafe musste sein: „Weil es einfach zu viel wurde“

21. September 2021 - 19:54 Uhr

Haas-Teamchef kann’s verstehen

Eigentlich hat Haas-Teamchef Günther Steiner mit seinen beiden Streithähnen Mick Schumacher und Nikita Mazepin ja genügend zu tun. Trotzdem ist auch ihm der Crash zwischen den WM-Rivalen Lewis Hamilton und Max Verstappen in Monza nicht entgangen. Dass es dafür eine Startplatzstrafe für den Red-Bull-Star in Sotschi gibt, überraschte ihn wenig. "Die Stewards haben etwas machen müssen, weil es einfach zu viel wurde - irgendwann wird's zu viel", sagte Steiner im exklusiven Interview mit RTL/ntv. "Man muss eben aufpassen, dass der Kampf nicht zu hart wird." Warum nur eine Startplatzstrafe Sinn gemacht hat, wieso er Verstappen trotzdem den Titel zutraut und was er sich für den WM-Fight wünscht – oben im Video.

Hamilton stolz auf die Entscheidung der Stewards

Die Meinungen im Fahrerlager zum Crash der beiden Stars gehen auseinander. Während beispielsweise Mercedes-Boss Toto Wolff betont, dass allein das Halo am Mercedes das Leben von Hamilton gerettet habe, als das Hinterrad von Verstappen über den Kopf des Briten rollte, behauptet Ex-Champion Fernando Alonso, dass das doch "kein großes Ding" gewesen sei.

Hamilton selbst erklärte nach dem Urteil gegen Verstappen, dass er "stolz auf die Stewards" sei. Seine Begründung: "Ich denke, es ist wichtig für uns, dass wir die Sicherheit der Fahrer vorantreiben und dass strikte Regeln gelten."

Mick Schumacher: Vertragsunterzeichnung in den kommenden Tagen

Haas-Boss Steiner muss sich derweil um für ihn wichtigere Angelegenheiten kümmern: Die Vertragsunterzeichnung mit Mick Schumacher – aber das sei nur noch eine Frage der Zeit. "Mick sollte bald bestätigt werden. Warten wir noch ein paar Tage, hoffentlich klappt es dann", sagte Steiner gegenüber RTL-Reporter Felix Görner. Der Wunsch ist auch bei ihm groß, dass das Thema möglichst schnell vom Tisch ist. "Dann sind alle glücklich und ich brauche diese Frage nicht mehr zu beantworten."

Auch Mazepin soll zügig als Fahrer für 2022 bestätigt werden. An der Seite von Schumacher. Bestenfalls bis zum Großen Preis von Russland am Wochenende (Sonntag ab 15 Uhr im RTL-Liveticker), dem Heimspiel von Mazepin, soll die Tinte unter beiden Verträgen trocken sein.

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Immerhin: Es gibt bei Haas intern kein Duell darum, wer zuerst sein Autogramm aufs neue Arbeitspapier setzt. "Wenn man um nichts kämpfen kann, dann ist immer noch der Kampf mit dem Teamkollegen da", betonte Steiner wieder einmal. Und das führe bei den Haas-Rookies halt zu Spannungen.

"Sie haben sich ausgesprochen", verrät Steiner, gesteht aber auch: "Ich war nicht dabei bei der Aussprache. Hoffentlich haben sie sich ein bisschen geeinigt." Der Haas-Boss ist zumindest guter Dinge. "Ich bin zuversichtlicher. Aber ausschließen tue ich jetzt nicht, dass es da wieder mal zu einem Kontakt kommen kann. Ganz ruhig am Boxenstand bin ich nicht, wenn sie sehr nahe sind." (ana/fgö/lhö)