"Warten wir noch ein paar Tage"

Mick-Vertrag: Bis Sotschi soll die Tinte trocken sein

21. September 2021 - 8:14 Uhr

Exklusives Interview mit Teamchef Günther Steiner

Die Vertragsverlängerung von Formel-1-Rookie Mick Schumacher beim Haas-Rennstall ist auf der Zielgeraden und die offizielle Verkündung wohl nur noch Tage entfernt. Bis zum Rennen in Sotschi am Wochenende soll die Tinte unter dem neuen Arbeitspapier trocken sein, kündigte Teamchef Günther Steiner im exklusiven RTL-Interview an.

Schumacher sollte "bald bestätigt werden"

Die Unterschrift von Mick Schumacher beim US-Team ist nur noch eine Frage der Zeit. "Mick sollte bald bestätigt werden. Warten wir noch ein paar Tage, hoffentlich klappt es dann", sagte Teamchef Steiner im Gespräch mit RTL-Reporter Felix Görner und fügte augenzwinkernd hinzu: "Dann sind alle glücklich und ich brauche diese Frage nicht mehr zu beantworten."

Ziel des Teams sei es, den neuen Kontrakt bis zum Rennen am kommenden Wochenende in Sotschi zu finalisieren. "Bis dahin wollen wir beide bestätigen", sagte der Südtiroler. Neben Schumacher soll auch Stallrivale Nikita Mazepin einen neuen Vertrag erhalten. Da böte sich das Mazepin-Heimspiel in Russland geradezu an.

Das sieht auch Steiner so. Sotschi wäre "der richtige Zeitpunkt", erklärte der Teamchef. "Dann könnten wir uns ab Sotschi voll auf nächstes Jahr konzentrieren. Details der neuen Verträge wollte er nicht nennen, der 56-Jährige betonte aber: Eine vertragliche Bevorzugung eines Fahrers gibt es definitiv nicht. "Das hat es noch nie gegeben. Und das wird es auch in Zukunft nicht geben."

Immer wieder Ärger zwischen Schumacher und Mazepin

Übersicht: Verträge der Formel-1-Stars

Schumacher und Mazepin fahren seit dieser Saison für Haas. In ihrem Dienstwagen VF-21 sind sie allerdings hoffnungslos unterlegen, kommen meist am Ende des Feldes an. Die Hoffnung von Schumacher und dem Team ist, 2022 in der neuen Ära der Formel 1 mit einem wettbewerbsfähigen Auto anzugreifen. Im Sommer hatte es auch Gerüchte um ein mögliches Engagement von Schumacher bei Alfa Romeo gegeben. Alfa und Haas erhalten jeweils ihre Antriebe von Ferrari. Bei der Scuderia ist Schumacher im Nachwuchsprogramm.

Schumacher und Mazepin waren zuletzt immer wieder aneinandergeraten. In Zandvoort drängte der Russe Schumi jr in Richtung eines Pollers, in Monza verursachte Mazepin eine Kollision der beiden, für die er sich umgehend entschuldigte. (msc)