Strafe für Verstappen

Hamilton ist "stolz" auf die FIA-Stewards

14. September 2021 - 8:58 Uhr

Hamilton lobt Rennkommissare für Strafe gegen Verstappen

Lewis Hamilton ist dankbar, dass die FIA Max Verstappen für den Crash der WM-Rivalen beim Formel-1-Rennen in Monza bestraft hat. "Ich bin schlussendlich stolz auf die Stewards", sagte der Rekord-Weltmeister. Das Urteil der Rennkommissare schaffe einen Präzedenzfall, so der Brite. "Ich denke, es ist wichtig für uns, dass wir die Sicherheit der Fahrer vorantreiben und dass strikte Regeln gelten."

Nicht genug "Racing Room"

"Ich glaube nicht, dass ich je von einem anderen Auto am Kopf getroffen wurde, das ist ein ziemlicher Schock für mich. Wenn man sich die Bilder anschaut, sieht man, dass mein Kopf wirklich weit nach vorne geht", ordnete Hamilton den Crash ein. "Ich fahre seit langer, langer Zeit Rennen. Ich bin dankbar, immer noch hier zu sein, ich fühle mich gesegnet."

Verstappen und Hamilton waren in Runde 26 des Italien-GP in der ersten Schikane kollidiert. Dabei wurde der Red Bull von Verstappen ausgehebelt, rollte Hamilton über den Kopf, ehe er auf dem Mercedes zum Stehen kam. Der Engländer hatte Glück – das Halo-System rettete den 36-Jährigen vor dem Schlimmsten.

Die FIA-Stewards urteilten, dass Verstappen dem Mercedes-Mann nicht genug "Racing Room" gelassen habe, während Hamilton eine "vernünftige Linie" gefahren sei. Die Hauptschuld für den Unfall liege daher beim Holländer, weswegen die Kommissare Verstappen für den Russland-GP bestraften. In Sotschi muss der WM-Leader drei Plätze weiter hinten starten.

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Das Urteil wird in der F1-Szene kontrovers diskutiert. Verstappen und Red Bull sehen in dem Crash einen Rennunfall, können die Strafe nicht nachvollziehen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff wertete das Manöver des "Oberbullen" dagegen als taktisches Manöver, mit dem Verstappen verhindert habe, dass der in Monza schnellere Hamilton im WM-Kampf Boden gutmacht. (mar)