Gutscheine für die Apotheke

FFP2-Masken an Risikogruppe: So läuft die Vergabe der Berechtigungsscheine

Coronavirus - Ausgabe von FFP2-Masken
© dpa, Hauke-Christian Dittrich, hcd jol

31. Januar 2021 - 9:48 Uhr

Risikopatienten bekommen FFP2-Masken mit Berechtigungsscheinen

Ohne Maske sollte niemand mehr aus dem Haus: Im Kampf gegen das Coronavirus zeigen FFP2-Masken für den normalen Gebrauch bisher den besten Schutz. Personen über 60 Jahre und Jüngere mit bestimmten Risikofaktoren konnten sich bis zum 6. Januar drei dieser FFP2-Masken unter Vorlage des Personalausweises in einer Apotheke abholen. Dieses Verfahren wird jetzt durch die Vergabe fälschungssicherer Gutscheine, die sogenannten Berechtigungsscheine, in Apotheken abgelöst.

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Berechtigungsscheine sind raus

Die Bundesdruckerei hat die fälschungssicheren Berechtigungsscheine bereits an die deutschen Krankenkassen verschickt. Wenn die Versicherten diese Gutscheine bekommen haben, können sie sich damit FFP2-Masken oder andere gleichwertige Masken in der Apotheke holen. Zweimal dürfen sie sechs Stück dieser Schutzmasken holen.

Menschen, die zur Risikogruppe gehören, bekamen bisher allein mit der Vorlage ihres Personalausweises FFP2-Masken, die Masken werden nun nicht mehr umsonst herausgegeben.

Video: Für 27 Millionen Deutsche gibt es Masken

Das ist jetzt neu

Das ist neu: Menschen, die zur Risikogruppe gehören, bekommen bei einer Eigenbeteiligung von zwei Euro einen Sechser-Pack in der Apotheke. Ein erster Berechtigungsschein ist bis zum 28. Februar gültig. Der Zweite kann vom 16. Februar bis zum 15. April eingelöst werden.

Die deutsche Bundesregierung will mit den FFP2-Masken Personen, die gefährdet sind, beim Schutz vor einer Übertragung des Corona-Virus unterstützen: "Die Corona-Pandemie schränkt unser aller Alltag ein. Ganz besonders gilt das für diejenigen, für die ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Verlauf besteht", steht im Begleitschreiben der Gutscheine. "Deshalb hat die Bundesregierung beschlossen, Ihnen einmalig insgesamt 15 Schutzmasken mit hoher Schutzwirkung gegen eine geringe Eigenbeteiligung zur Verfügung zu stellen. Der Deutsche Bundestag hat die dafür erforderlichen finanziellen Mittel bereitgestellt."

Wer bekommt die kostenlosen FFP2-Masken?

Die ersten Personen, die angeschrieben werden, sind die ab 75 Jahren. Darauf folgen die Personen ab 70 Jahren und Jüngere mit bestimmten Risikofaktoren, zuletzt dann alle Versicherten ab 60 Jahren. Anrecht auf diese FFP2-Masken haben Menschen ab dem 60. Lebensjahr, die eines der folgenden Kriterien erfüllen:

  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale,
  • chronische Herzinsuffizienz
  • chronische Niereninsuffizienz Stadium ≥ 4
  • Demenz oder Schlaganfall
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • aktive, fortschreitende oder metastasierte Krebserkrankung oder stattfindende Chemo- oder Radiotherapie, welche die Immunabwehr beeinträchtigen kann
  • stattgefundene Organ- oder Stammzellentransplantation
  • Trisomie 21
  • Risikoschwangerschaft

Was tun, wenn ich noch keinen Berechtigungsschein für die FFP2-Masken erhalten habe?

Wer noch keinen Brief von seiner Kasse bekommen hat, soll sich noch gedulden. Gesundheitsminister Jens Spahn mahnte dennoch zur Vorsicht: "Auch FFP2-Masken bieten keinen 100-prozentigen Schutz vor dem Corona-Virus. Aber sie senken die Gefahr für eine Ansteckung erheblich."

Den Bund kostet die deutschlandweite Aktion insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro.

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Quelle: DPA, RTL.de