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Ehepaar in Hamm (Westfalen) überfallen: Einbruchsopfer spricht über dramatisches Erlebnis

"Ich sah seinen Hass, seine Brutalität in seinen Augen"

Ehepaar in Hamm überfallen: Einbruchsopfer spricht über dramatisches Erlebnis

So brutal waren die Räuber Einbruchsopfer spricht:
01:58 min
Einbruchsopfer spricht:
So brutal waren die Räuber

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Vier Täter bedrohen das Ehepaar und räumen das Haus aus

Was für ein Alptraum für das Ehepaar R. aus Hamm in Westfalen. Im eigenen Haus wurden es brutal überfallen, von vier Einbrechern bedroht, die Räuber entkommen unerkannt. Die Polizei hat jetzt Bilder einer Überwachungskamera veröffentlicht, um nach den Männern zu suchen. Opfer Peter R. hat eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Im Gespräch mit RTL-Reporter Valerio Magno erzählt der Hausbesitzer, wie dramatisch die Nacht für ihn und seine Frau war.

Unmaskierter Anführer droht: "Wenn du schreien, dann ich schieße"

Einbruchsopfer Peter R
Einbruchsopfer Peter R. möchte nicht erkannt werden. (Foto: RTL)
unbekannt

Stellen Sie sich vor, sie werden aus dem Tiefschlaf gerissen, gleichzeitig wird Ihnen der Mund zugehalten und eine Stimme droht: "Wenn du schreien, dann ich schieße." Genau das ist R. in jener traumatischen Nacht vor etwas mehr als vier Wochen passiert. Vier Männer überfallen das Ehepaar, drei von ihnen sind vermummt. Sie sprechen gebrochen deutsch, mutmaßlich stammen sie aus Polen.

Immer wieder bedrohen sie Peter R., zwingen ihn, sich auf dem Boden niederzuknien. Auch seine Ehefrau bedrohen die Gangster, dann fesseln sie die beiden und sperren sie in einem begehbaren Kleiderschrank ein.

Polizei veröffentlicht Bilder von Überwachungskamera

Zwei Stunden lang durchwühlen die Räuber das ganze Haus, suchen nach Wertgegenständen und Geld. Als es R. gelingt, sich zu befreien, steht er einem der Männer gegenüber und erschrickt. "Ich sah wirklich seinen Hass, seine Brutalität in seinen Augen. Da denkst du wirklich, jetzt kann alles passieren."

Wie die Aufnahmen der Überwachungskamera zeigt, haben die Täter keine Eile. "Im Gegenteil, sie kommen ja noch einmal wieder und packen sich weitere Taschen voll", so Hendrik Heine von der Polizei. Dann ist der Spuk endlich vorbei, die Einbrecher verschwinden. Auf ihrer Flucht nehmen sie den Wagen der Ehefrau, den sie später auf einem Parkplatz an der A2 stehen lassen. Dort verliert sich ihre Spur.

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10.000 Euro Belohnung für Hinweise

Einer dier vier Täter trug keine Maske.
Einer dier vier Täter trug keine Maske.

Peter R. wirkt aufgewühlt, aber gefasst, als er mit unserem Reporter spricht. "Ich bin froh, heute darüber so reden zu können", sagt er. Erkannt werden möchte er in unseren Aufnahmen nicht. Seine Frau habe der Raub erheblich mehr mitgenommen als ihn, sagt er. Sie sei seit dem Einbruch psychisch schwer geschädigt.

R. hat jetzt 10.000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter führen. Dabei gehe es ihm nicht darum, sein Eigentum zurückzubekommen. Er wünscht sich, dass die Verbrecher niemandem mehr das antun können, was seine Frau und er erleiden mussten. (uvo)