Am 22. Dezember raste ein Auto in Gießen in eine Menschenmenge. Mehrere Menschen werden dabei verletzt, eine Frau schwer.
Hassan Alothmann hatte den Amokfahrer ausgebremst, festgehalten – und damit möglicherweise noch Schlimmeres verhindert. Dennoch wird Hassan seit dem Vorfall für den Täter gehalten, bedroht und angefeindet.
Wie es dazu gekommen ist und wie sich das für ihn anfühlt - wir haben mit ihm gesprochen.
Hassan verfolgt den Täter mit seinem Auto bis in die Johannesstraße, dort sperrt er ihm mit seinem BMW den Weg ab und schlägt das Fenster des Tatfahrzeugs ein. Bilder und Videos von Hassan und seinem Auto landen in den sozialen Medien. Aber der 30-Jährige wird für seinen Mut nicht gefeiert, sondern fälschlicherweise als Täter und Amokfahrer betitelt, obwohl er nur geholfen hat.
Das nimmt den Familienvater sehr mit. Der 30-Jährige kam vor elf Jahren aus Syrien, wollte hier eigentlich die Kriegsbilder vergessen. Jetzt hat er neue schreckliche Bilder im Kopf und viele Fragen. Trotz der Anfeindungen würde er immer wieder so handeln und beherzt eingreifen, sagt er im RTL-Gespräch.