Virus unterschätzt und bitter bezahlt

Diese Corona-Leugner sind mittlerweile tot

Wer nicht an Corona glaubt, ist vor einer Infektion nicht gefeit. Das zeigen unter anderem die Schicksale von Brian Lee Hitchens und seine Frau Erin und dem Fitness-Influencer Dmitriy Stuzhuk .
Wer nicht an Corona glaubt, ist vor einer Infektion nicht gefeit. Das zeigen unter anderem die Schicksale von Brian Lee Hitchens und seine Frau Erin und dem Fitness-Influencer Dmitriy Stuzhuk .
© Facebook, Brian Lee Hitchens/Instagram, stuzhuk_dmitriy

20. Oktober 2020 - 9:48 Uhr

Die Erkenntnis kommt oft spät - manchmal zu spät

Corona-Leugner gibt es weltweit. Sie möchten keine Maske tragen, keinen Abstand einhalten, glauben keinen Infektions- oder Todeszahlen, sie fühlen sich jung, gesund und stark und denken, das Coronavirus kann ihnen nichts anhaben. Die Erkenntnis, dass das nicht stimmt, kommt leider erst spät. In machen Fällen zu spät, denn einige der einst unbesiegbaren Corona-Leugner sind mittlerweile tot.

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Fitness-Influencer (33) stirbt an Covid-19: "Dachte, dass es das nicht gibt"

Welche tragischen Folgen es haben kann, wenn man die Corona-Pandemie unterschätzt, zeigt das Schicksal von Fitness-Coach und Influencer Dmitriy Stuzhuk. Der 33-Jährige dachte, Corona sei eine Erfindung – bis er sich im Türkei-Urlaub infizierte. Zurück in der Ukraine wurde er positiv getestet, kam mehrere Tage ins Krankenhaus. Aus der Klinik postete er, dass es ihm mittlerweile wieder gut ginge und er sich nun auf eigenes Risiko selbst entlasse. Offenbar zu früh, denn nur kurze Zeit später verschlechterte sich sein Zustand, er musste erneut ins Krankenhaus und verstarb wenige Stunden später. Der Ukrainer hinterlässt drei Kinder.

Ehepaar glaubt nicht an Corona - bis beide erkranken und die Frau stirbt

Ebenso tragisch ist die Geschichte von Brian Lee Hitchens und seiner Frau Erin aus dem US-Bundesstaat Florida. Lange dachte das Ehepaar, dass das Coronavirus gar nicht existiert, glaubte, die Regierung hätte die Pandemie aufgebauscht. Sogar als beide erkrankten, suchten sie keinen Arzt auf. Erst als es ihnen immer schlechter ging, beschlossen sie, ins Krankenhaus zu gehen. Während sich Brians Gesundheitszustand nach einigen Tagen Intensivstation besserte, musste Erin ins Koma versetzt und beatmet werden. Im August verstarb Erin schließlich an Herzproblemen in Verbindung mit dem Virus. Die ganze Geschichte und wie Brian mittlerweile zum Coronavirus steht, erzählt er im Video.

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Richard Rose zog Corona ins Lächerliche

Auch der 37-jährige Richard Rose aus Port Clinton im US-Bundesstaat Ohio weigerte sich, eine Maske zu tragen und Abstand zu halten. Im April postete der ehemalige Soldat auf seinem Facebook-Kanal folgende Worte: "Damit eins klar ist, ich werde unter gar keinen Umständen so eine verdammte Maske kaufen, den Hype mache ich nicht mit!"

Immer wieder zog Rose das Coronavirus ins Lächerliche, postete beispielsweise ein Foto von einem Besuch in einem überfüllten Schwimmbad und kommentierte es mit den Worten: "Es ist gar nicht so voll – lol". Anfang Juli wurde er positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Drei Tage später war er tot.

30-jähriger Texaner infizierte sich absichtlich auf Corona-Party

Wirklich fahrlässig ist ein 30-Jähriger aus Texas Anfang Juli mit dem Coronavirus umgegangen: Um herauszufinden, ob das Virus wirklich existiere und ob es gegebenenfalls besiegt werden könne, besuchte er eine "Covid-19-Party", bei der der Gastgeber infiziert war, wie Jane Appleby, Chefmedizi­nerin am Methodis­ten-Krankenhaus in San Antonio, in einem Video, das unter anderem bei Social Media geteilt wurde, mitteilte.

Corona selbst hielt der Texaner offenbar für einen Schwindel. Kurz vor seinem Tod soll er eingesehen haben: "Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht."

Video-Playlist: Alles, was Sie zum Coronavirus wissen müssen

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