Darauf können Sie achten, um auf Nummer sicher zu gehen

Kann man sich über bestelltes Essen mit Corona anstecken?

31. März 2020 - 14:34 Uhr

Was, wenn der Koch mein Essen anhustet?

Tagein, tagaus bleiben wir nun schon zu Hause - soweit es möglich ist. Da kommt nicht nur in Sachen Freizeitbeschäftigungen und wegfallenden Sozialkontakten Langeweile auf, sondern auch schnell beim Essen. Gut, dass deshalb nicht nur die meisten Lieferdienste noch geöffnet haben, sondern viele unserer Lieblingsrestaurants, die ansonsten komplett schließen müssten, ihr Essen auch zum Mitnehmen oder als Lieferung anbieten. Aber was ist eigentlich, wenn der Koch oder Pizzabäcker das Coronavirus in sich trägt? Kann ich mich über bestelltes Essen anstecken?

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Häufigere Corona-Ansteckungsgefahr ist die Tröpcheninfektion

Dazu gilt erst einmal: Der weitaus häufigste Weg einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 ist die Tröpfcheninfektion, also über ganz feine Tröpfchen, die beim Sprechen, Atmen und natürlich Husten oder Niesen in die Luft abgegeben und eingeatmet werden. Auch, wenn sich ein Infizierter an die Nase, die Lippen oder Augen fasst, Sie berührt (z. B. an den Händen) und Sie sich anschließend ins Gesicht fassen, kann das Virus leicht von einer Person auf die andere übertragen werden.

Eine sogenannte Schmierinfektion, also die Übertragung durch Berühren eines kontaminierten Gegenstandes oder einer Person, ist beim Coronavirus sehr viel seltener - aber nicht ausgeschlossen. Auf einigen Oberflächen kann das Virus sogar sehr lange überleben und infektiös bleiben. Wie lange das für welche Oberflächen gilt, sehen Sie im Video.

Video: So lange überleben Coronaviren auf Oberflächen

Coronavirus-Ansteckung über bestelltes Essen höchst unwahrscheinlich

Aber wie sieht es nun mit der bestellten Pizza oder anderen im Restaurant zubereiteten Gerichten aus? Falls der Koch das Virus in sich trägt und auf das Essen gehustet hat oder sich während der Zubereitung an die Nase gefasst hat - kann es sich dann auf das Essen übertragen und mich auch krank machen?

Das ist höchst unwahrscheinlich! Gerade bei erhitzten Gerichten haben wir kaum etwas zu befürchten, denn das Coronavirus ist sehr hitzesensibel. "Viren sterben bei solchen Temperaturen, wie sie auf einer backfrischen Pizza herrschen, immer ab", schreibt auch "RP Online". Auch Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor Hygienezentrum Bioscientia, gibt Entwarnung: Ab einer Temperatur von 60 Grad werden Viren und Bakterien abgetötet. Auf einen Salat als Beilage sollten Sie insofern schon verzichten, wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen.

Trotzdem unsicher? Essen nochmal in den Backofen stellen!

Sie können aber natürlich auch nochmal auf Nummer sicher gehen und das Essen einfach bei sich zu Hause nochmal für ein paar Minuten in den Backofen stellen. Damit Sie nicht auch durch denKontakt zum Lieferboten gefährdet sind, sollten Sie die kontaktlose Lieferung in Anspruch nehmen (Sie zahlen online und der Fahrer stellt das Essen vor Ihre Tür und entfernt sich) und nach Berühren der Verpackung gründlich die Hände waschen.

Was Sie bei Lebensmitteln aus dem Supermarkt im Zusammenhang mit dem Coronavirus wissen müssen, erfahren Sie hier!

In der Video-Playlist: Alles, was Sie über das Coronavirus wissen müssen

RTL.de-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Das Corona-Virus hält Deutschland und den Rest der Welt in Atem. Wie konnte es zur rasanten Verbreitung kommen und was bedeutet der Ausbruch für unseren Alltag? Warum Wissenschaftler schon lange vor dem Ausbruch vor dem Virus gewarnt haben, erfahren Sie in der RTL.de-Doku "Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus".