Corona-Ansteckung vermeiden

Mit diesen Tricks fassen Sie sich nicht mehr ins Gesicht

Wir fassen uns häufig unbemerkt ins Gesicht - das kann aktuell gefährlich werden.
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17. März 2020 - 11:12 Uhr

Klingt einfach, ist aber sehr wichtig!

Neben aktivem und häufigem Händewaschen ist jetzt vor allem wichtig, sich möglichst selten ins Gesicht zu fassen. Studien zeigen allerdings, dass diese Bewegungen oft unbewusst stattfinden. Wir erklären, wie Sie das vermeiden und sich schützen können.

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Bewegungen sind unbewusst

Verschiedene Untersuchungen kommen zwar auf unterschiedliche Zahlen, doch sie stellen klar, dass sich Menschen mindestens vier Mal, eher aber deutlich häufiger, pro Stunde ins Gesicht fassen. Meistens gehen diese Bewegungen an Mund, Nase oder Augen und somit in genau die Regionen, die für die Übertragung des Coronavirus relevant sind.

Ungeachtet der Häufigkeit ist das wichtigste Studienergebnis, dass diese Bewegungen unbewusst stattfinden. Wir denken also nicht, dass wir uns jetzt ins Gesicht fassen, sondern machen es ohne bewusst darüber nachzudenken. Dadurch wird es noch schwieriger, die Bewegung zu unterbinden. Wir haben aber einige einfache Tipps, die dabei helfen, die Bewegungen zu minimieren und damit auch das Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken.

So vermeiden Sie den Hautkontakt

Das wichtigste ist, sich die eigenen Bewegungen bewusst zu machen. Das gilt vor allem im öffentlichen Raum. Die folgenden Tipps können dabei helfen:

  1. Stellen Sie sich einen Handywecker in regelmäßigen Abständen, um sich selbst zu erinnern.
  2. Zettel mit Erinnerungen in der Wohnung platzieren, etwa am Spiegel, im Auto oder am Kühlschrank.
  3. Gesicht bedecken: Wer gesund ist, muss keinen Mundschutz tragen. Doch eine Maske oder ein Mundschutz verhindern das ins Gesicht fassen. Ein Tuch oder Schal vor dem Mund oder ein aufgemalter Smiley auf der Wange haben den gleichen Effekt.
  4. Gleiches gilt auch für die Finger: Dünne Baumwollhandschuhe oder Klebestreifen auf den Fingern verändern das Gefühl, wenn wir uns selbst ins Gesicht fassen. Auch das kann helfen.
  5. Sich selbst filmen: Wir können uns selbst filmen, um zu überprüfen, wie oft wir uns selbst ins Gesicht fassen. Auf dem Computer hilft die Website donottouchyourface.com. Verbunden mit der Webcam alarmiert sie den Nutzer, sobald der sich ins Gesicht fasst.

Im Video: Darum ist Seife beim Händewaschen so wichtig

Um sich weiterhin zu schützen, ist regelmäßiges Händewaschen ganz besonders wichtig. Auch wenn es banal erscheint, hilft häufiges Händewaschen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. ​Die wichtigsten Fragen rund um das Coronavirus erklären wir in diesem Artikel zum Nachlesen.