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Corona: Lauterbach fürchtet schlimmen Herbst - neue Virus-Variante ist gefährlicher

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Neue Virus-Variante ist gefährlicher - Lauterbach: Auf uns kommt ein harter Corona-Herbst zu!

Eine Frau liegt krank, inklusive Fieber-Thermometer, im Bett.
Ist die aktuelle Virus-Variante doch gefährlicher als bisher angenommen?
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Während die 7-Tage-Inzidenz langsam aber sicher sinkt und auf einen Wert von 607,0 (Stand: 29. Juli) fällt und auch die Corona-Sommerwelle ihren Höhepunkt höchstwahrscheinlich bereits erreicht hat, sorgt sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor dem kommenden Herbst und Winter. Außerdem warnt er weiterhin davor, Infektionen mit dem Virus zu unterschätzen.

Lauterbach: Corona-Infektion nicht auf die leichte Schulter nehmen!

Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit, äußert sich im Bundesgesundheitsministerium über die erste Stellungnahme der Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung. (zu dpa «
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt vor dem kommenden Herbst und Winter.
bvj htf jai, dpa, Bernd von Jutrczenka

Sich lieber jetzt mit der leicht übertragbaren Omikron-Variante BA.5 infizieren, bevor im Herbst und Winter ein etwaiger „gefährlicherer“ Subtyp auf uns zu kommt, der unter Umständen schwere Verläufe verursacht? Keine gute Idee! Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt davor, Infektionen mit Covid-19 einfach in Kauf zu nehmen. Denn: Die ursprüngliche Idee, dass man sich infiziere und danach dann für immer immun sei, habe sich nicht bestätigt, wie der Politiker gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ erzählte. Er verwies darauf, dass man sich sehr leicht mit der aktuellen Virusvariante BA.5 anstecken könne, auch wenn man mit der vorherigen Variante BA.2 infiziert gewesen war.

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Omikron BA.5 doch gefährlicher als gedacht?

Und: Bei BA.5 sei laut neuen Studien zudem die Wahrscheinlichkeit größer, dass man schwer erkranke und im Krankenhaus behandelt werden müsse. Man sehe in Deutschland schon einen Anstieg der Hospitalisierungen und mehr Verlegungen auf Intensivstationen, erläuterte der Minister.

Er wandte sich gegen die Darstellung des Chefs der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der die Omikron-Variante „fast als Friedensangebot des Virus“ bezeichnet hatte. Eine Annahme eines solchen Angebots würden viele mit dem Tod bezahlen. „Viele Menschen mit Risikofaktoren würden dann schwer erkranken oder versterben.“ Zudem steige das Risiko für Long Covid. „Daher müssen wir das Problem lösen, nicht durch eine ständige Infektion, sondern durch bessere Impfstoffe“, sagte Lauterbach.

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Wenn sich BA.5 und Delta verbinden, dann kommt die Killervariante

Besonders viel Sorge bereitet dem Gesundheitsminister dieses mögliche Szenario: Gäbe es ein Virus, das die Ansteckung der BA.5-Variante mit dem schweren Verlauf einer Delta-Variante verbände – und das sei leider vorstellbar – „dann wäre das eine Killer-Variante“. Damit verteidigte sich Lauterbach gegen den Vorwurf, seine Wortwahl in der Pandemie sei unnötig drastisch und „apokalyptisch“. „Manchmal muss man die Dinge beim Namen nennen“, sagte er dem „KSTA“.

Zudem habe er „nicht gesagt, dass eine solche Variante definitiv kommt, sondern dass wir auf eine solche Variante vorbereitet sein müssen. Und genau daran wird hier in meinem Haus gearbeitet.“

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Außerdem erklärte der 59-Jährige, wieso er die Ständige Impfkommission (Stiko) gerade umstrukturiert hat: Für viele sei das Gremium wie „eine Blackbox“. Beratungen seien nach außen oft nicht transparent genug gewesen. „Das ist nicht gut, darum haben wir das jetzt verändert.“ Neben der Stiko gebe es nun eine neue Arbeitsgruppe: die Pandemie-Impfkommission (Paiko), inklusive zusätzliche externe Berater. (dpa/vdü)

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