RTL-Reporterin deckt unglaublichen Fall auf

Betrug auf Facebook & Instagram: So schützen Sie sich vor Fake-Accounts, Kettenbriefen, Spam

Wir erklären, wie Sie Fake-Profile erkennen
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26. Januar 2020 - 19:33 Uhr

Facebook- oder Instagram-Fakes: Nicht drauf reinfallen!

Erst denken, dann klicken! Immer wieder machen Meldungen über fiese Facebook- oder Instagram-Betrugsmaschen die Runde, die sich extrem schnell verbreiten. Egal ob Fake-Accounts, Spam oder Kettenbriefe - aktuell scheint es sogar ein Fake-Profil von Bachelor Sebastian Preuss (29) zu geben, über das Frauen angeschrieben und offenbar nach Sex gefragt werden. Der echte Bachelor distanziert sich offiziell von dem falschen Facebook-Account. Fast zeitgleich ist unsere Reporterin Nina Rositzke einem Betrugsfall von ungeahnten Ausmaßen auf die Spur zu kommen. Zu den Betroffenen gehört auch Reality-Star Kate Merlan.

Wir erklären, worauf Sie achten sollten, um sich vor Fake-Profilen und Social-Media-Fallen zu schützen.

Facebook- oder Instagram-Falle 1: Fake-Profil von einem Freund

Immer mehr User beklagen diese neue Betrugsmasche: Mit gefälschten Facebook-Profilen sollen User abgezockt werden. Es kommt plötzlich eine Freundschaftsanfrage von einem eigentlich befreundeten Kontakt? Allein das könnte schon stutzig machen. Muss es aber nicht, schließlich können Freunde auch immer mal das Passwort ihres Facebook-Zugangs vergessen haben und so gezwungen sein, sich ein neues Profil anzulegen.

Spätestens wenn der vermeintliche Freund dann aber nach der aktuellen Handy-Nummer, einem SMS-Code oder der Adresse fragt, sollten Sie sehr misstrauisch werden. Es könnten Betrüger dahinterstecken, die einem über die Handyrechnung Geld entziehen können, warnt Social-Media-Expertin Irena Bauer. "Man sollte lieber noch einmal persönlich bei dem jeweiligen Freund nachfragen, ob es sich wirklich um sein Profil handelt."

Facebook- oder Instagram-Falle 2: Fake-Profil von einem Unbekannten

Kennen Sie das auch? Sie bekommen bei Facebook eine Freundschaftsanfrage von einem bislang unbekannten User? Und komischerweise hat dieser Kontakt keinen einzigen gemeinsamen Freund? Aufgepasst! Akzeptieren Sie die falsche Freundschaftsanfrage, landen Sie zunächst auf einem täuschend echt aussehenden Facebook-Profil. Dort werden Sie dann unter anderem dazu aufgefordert, Ihren Macromedia Flash Player zu aktualisieren. Doch Vorsicht, denn bei Klick auf den Download-Button bekommen Sie keinen neuen Player, sondern einen gefährlichen Trojaner auf Ihr Gerät.

Woran erkennt man ein Fake-Profil?

Ob es sich bei einer Freundschaftsanfrage um ein echtes oder ein Fake-Profil handelt, sieht man unter anderem an der Zahl der Freunde, weiß Irena Bauer. "Bei Facebook kann man Fake-Accounts daran erkennen, dass sie nur sehr wenige Freunde haben." Zudem sollte man darauf achten, ob das Profil authentisch ist, wurden echte Bilder aus dem realen Leben gepostet oder gibt es - gerade bei scheinbaren Accounts von Prominenten - nur aus dem Internet geklaute Bilder? Um ganz sicherzugehen, kann man hier die Google-Rückwärtssuche nutzen: Sind die Fotos schon vielfältig im Netz verbreitet und kann jeder an sie herankommen? Das könnte auf ein Fake-Profil hindeuten.

Wenn Sie bereits Kontakt aufgebaut haben und scheinbar auf einer Wellenlänge liegen, drängen Sie am besten sehr schnell auf ein persönliches Treffen. Lehnt der neue Kontakt dies ab oder stimmt erst zu, taucht dann aber doch nicht auf oder cancelt mit einer fadenscheinigen Ausrede in letzter Minute, sollten die Alarmglocken schrillen. Ist der angebliche Grund, warum es nicht zu einem Treffen kommt, dass das Gegenüber weit weg wohnt, sollten Sie schnellstmöglich skypen, einen WhatsApp-Videoanruf vereinbaren oder facetimen. Sie können den Gesprächspartner dann auch bitten, einen Satz zu wiederholen, den Sie vorgeben, die Tageszeitung hochzuhalten oder ein bestimmtes Fernsehprogramm einzuschalten, um ganz sicher zu gehen, dass es sich nicht um gekonnt zusammengeschnittenes Material handelt.

Anfragen von angeblichen Prominenten

Bekommt man bei Instagram Anfragen von Prominenten - wie zum Beispiel von einem potientiellen Fake-Bachelor-Account - gibt uns der blaue Haken neben dem Account-Namen Aufschluss darüber, ob es sich um das offizielle Profil des Prominenten handelt oder nicht.

Doch auf ein Fake-Profil reingefallen? Die Social-Media-Expertin rät, dann schnellstmöglich die Freundschaft zu entziehen und den Kontakt abzubrechen. Ist Ihnen ein Schaden dadurch entstanden, sollten Sie zusätztlich Strafanzeige erstatten.

Weitere Internet-Fallen: Der Kettenbrief

Weit verbreitet auf Facebook sind Kettenbriefe, die wenn sie unterbrochen werden, angeblich großes Unheil anrichten. Das Ziel dahinter: Die Nachricht soll innerhalb kürzester Zeit an möglichst viele Personen verteilt werden. Ebenfalls sehr beliebt: Kettenbriefe, die angeblich den neuesten Facebook-Richtlinien widersprechen sollen. Auch hier können Sie sich die Kopieraktion gleich sparen - alles Zeitverschwendung!

Weitere Internet-Fallen: Das freundliche Virus

Eine weitere dreiste Facebook-Falle ist das "FBPlus-Facebook-Team". Nutzer bekommen eine Nachricht geschickt, die besagt, dass man bei Facebook von einem Kontakt "entfreundet" worden sei. Um zu erfahren, wer die entfreundete Person ist, müsse man "Unfriend Notify" installieren. Diese Werbenachricht verlockt den Nutzer jedoch nur dazu, eine Browser-Erweiterung zu installieren, welche dann die Berechtigung hat, auf alle persönlichen Daten sowie Browseraktivitäten zugreifen zu können.

Diese Liste ist natürlich nur eine Momentaufnahme der Internet-Schattenseiten. Neue Fakes, Falschmeldungen oder schädliche Viren und Trojaner verbreiten sich meist blitzschnell über die Plattformen. Häufig reicht der gesunde Menschenverstand, um Fallen zu erkennen. Ansonsten hilft bei fragwürdigen Anfragen oft schon eine Google-Suche weiter.

RTL-Reporterin und Reality-Star Kate Merlan decken Instagram-Betrug auf

Aber was hat nun unsere Reporterin gemeinsam mit Kate Merlan erlebt? Das zeigen wir oben im Video. Die ganze Geschichte sehen Sie heute ab 16:45 Uhr bei Explosiv Weekend und zeitgleich hier auf RTL.de. Wenn Sie ebenfalls den Verdacht haben oder sicher sind, Opfer eines Fake-Profils geworden zu sein, schreiben Sie uns an explosiv@rtl.de mit dem Betreff "Fake-Profil". Wir werden versuchen, Ihnen zu helfen!