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Beim Führerschein Kosten sparen - Fahrschul-Chef gibt Tipps für günstigere Fahrerlaubnis

Bis zu 3500 Euro für den Führerschein

Fahrschul-Chef gibt clevere Spar-Tipps

Bis zu 3.500 Euro für den Führerschein So können Fahrschüler sparen
01:52 min
So können Fahrschüler sparen
Bis zu 3.500 Euro für den Führerschein

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von Romy Schiemann, Sascha Szebel und Aristotelis Zervos

Wer uneingeschränkt mobil sein will, braucht auch heute noch einen Führerschein. Doch gerade junge Menschen, die noch zur Schule gehen oder in der Ausbildung sind, haben ein Problem: Die Kosten für den Führerschein sind in den letzten beiden Jahren regelrecht explodiert. Bis zu 3500 Euro kann der Führerschein kosten. Ein Insider hat RTL Tricks verraten, wie man trotz Kostenexplosion beim Führerschein Geld sparen kann.

Führerschein kostet zwischen 2.800 und 3.500 Euro

Deutschland ächzt im Jahr 2022 unter steigenden Sprit-, Gas- und Strompreisen. Betroffen von den Kostensteigerungen sind auch die Fahrschulen. „Uns trifft es genauso wie jeden Privathaushalt“, sagt Rainer Zeltwanger, Vorsitzender des Fahrschulverbands deutscher Fahrunternehmen. Die Folge: Fahrschülerinnen und Fahrschüler müssen immer tiefer in die Tasche greifen, um den Führerschein zu machen.

„Man sieht deutlich einen Preisanstieg“, so Zeltwanger. Realistisch sei derzeit ein Preis zwischen 2800 und 3500 Euro für den Führerschein.

Es gibt nicht nur den einen Grund für die Kostenexplosion beim Führerschein. Erst kam Corona, es entstanden zusätzliche Kosten für Masken, Desinfektionsmittel und Corona-Tests, die immer noch anhalten. Jetzt mussten wegen der gestiegenen Energiekosten die Preise noch einmal nach oben angepasst werden. Hinzu kommen die kontinuierlich steigenden Gehälter der Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer. Der Verbandschef schätzt: „Fahrschulen, die die Fahrstunde unter 60 Euro anbieten, werden schnell in die roten Zahlen kommen.“

Auf dem Land BF17 beliebt

Wer kann sich bei den Preisen den Führerschein überhaupt noch leisten? Sorgen, dass die Fahrschülerinnen und Fahrschüler wegbleiben, hat der Verbandschef nicht: „Der Führerschein hat nach wie vor einen hohen Anreiz.“ Denn wer ihn irgendwann braucht, der macht ihn auch.

„Wir haben ein ganz klares Stadt-Land-Gefälle“, weiß Zeltwanger aus Erfahrung. „Auf dem Land fangen die Leute früher an, da ist begleitetes Fahren mit 17 ein großer Renner. In großstädtischen Bereichen, wo es mehr ÖPNV gibt, da sind unsere Kunden zum Teil Ende 20. Weil sie dann mit dem Studium oder Ausbildung fertig sind und mehr Geld zur Verfügung haben.“

Lese-Tipp: Würden Sie die theoretische Führerscheinprüfung heute noch bestehen?

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Mit diesen Tipps bleibt der Führerschein bezahlbar

Der Fahrschul-Unternehmer hat RTL ein paar Tipps gegeben, wie die Kosten clever reduziert werden können:

  1. Eine Fahrschule wählen, die einen Fahrsimulator hat. Denn die Fahrstunde auf dem Simulator kostet rund 20 Euro im Vergleich zu 60 Euro, die eine normale Fahrstunde inzwischen mindestens kostet. Die Technik ist inzwischen so gut, dass auf dem Simulator fleißig geübt werden kann.
  2. B197 – der Automatik-Führerschein: „Am besten Fahrstunden in einem E-Auto machen, dazwischen ein paar Fahrstunden mit Schaltung nehmen. Die Prüfung findet wieder in einem E-Auto mit Automatik statt. Das senkt die Kosten, weil es unter dem Strich weniger Fahrstunden sind“, erklärt Rainer Zeltwanger. Einschränkungen beim Führerschein gibt es später keine.
  3. Lernen mit digitaler Unterstützung: „Es gibt Systeme, die den Lernstand anzeigen“, so Zeltwanger. Ist man noch nicht fit für die mündliche Prüfung, lernt man lieber noch etwas weiter. Denn jede Wiederholung geht ordentlich ins Geld, eine Theorieprüfung kostet rund 180 Euro.
  4. Wer die praktische Prüfung wiederholt, muss mit 250 Euro zusätzlichen Kosten rechnen. Lieber noch ein oder zwei Stunden mehr nehmen, um fit für die Prüfung zu sein, empfiehlt Zeltwanger.

Wer den Führerschein besteht und in den Händen hält, hat zwar viel Geld bezahlt. Doch dafür hat man ein ganze Leben was davon.

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