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Fahrschule

Fahrschulen übernehmen die Ausbildung von Fahrschülern und Fahrschülerinnen. Die Ausbildung und die Qualifikation der Fahrlehrer ist gesetzlich geregelt.

Fahrschule

In Deutschland besteht die Verpflichtung, am Unterricht einer Fahrschule teilzunehmen, sofern die Fahrberechtigung erlangt werden soll. Die Fahrschulen selbst werden als privatwirtschaftliche Unternehmen geführt. Sie bieten theoretischen und praktischen Unterricht an. Für die Schüler und Schülerinnen sind bestimmte Mindeststunden vorgeschrieben, bis die Prüfung angetreten werden kann.

Die Fahrlehrer als zentrale Berufsgruppe der Fahrschulen

Das Gesetz über das Fahrlehrerwesen (FahrlG) definiert den Status der Fahrlehrer als staatlich anerkannte Lehrkräfte. Die Fahrlehrer sind entweder in einer Fahrschule angestellt oder als selbstständige Fahrlehrer und gleichzeitiger Inhaber einer Fahrschule tätig. Voraussetzung für die Berufsausübung ist der Besitz eines Fahrlehrerscheins. Interessenten nehmen an einer staatlich reglementierten Ausbildung teil und müssen über die erforderliche persönliche Eignung verfügen. Unter anderem ist der Abschluss eines Lehrberufs oder eine vergleichbare Schulbildung wie das Abitur notwendig. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre.

Die erste Fahrschule Deutschlands

Rudolf Kempf eröffnete mit der Auto-Lenkerschule in Aschaffenburg die erste Fahrschule Deutschlands. Am 7. November 1904 begann der erste Kurs. Zielgruppe waren angehende Chauffeure, die sich auf ihren Beruf professionell vorbereiten wollten. Eine Verpflichtung zur Teilnahme bestand zu diesem Zeitpunkt nicht. Männer unterschiedlicher Nationen schrieben sich für den Kurs ein. Frauen war die Teilnahme verwehrt. Das Mindestalter lag bei 17 Jahren, technische Begabung und der Nachweis eines Sittenzeugnisses waren weitere Vorgaben. Die Automobilindustrie unterstützte die Fahrausbildung, da sie annahm, eine gute Ausbildung erhöhe das Käuferinteresse an Fahrzeugen. Bereits 1910 erfolgte der Erlass erster Verordnungen über die Regelung der Fahrausbildung. Die Begriffe Fahrschule und Fahrlehrer verwendete der Gesetzgeber jedoch erst in der Verordnung aus dem Jahre 1921 offiziell.

Interessante Fakten aus der Statistik

44.610 Personen besaßen am 1. Januar 2017 die Fahrlehrer-Erlaubnis. Zusätzlich waren 5.406 Personen der Bundeswehr, des Bundesgrenzschutzes und der Polizei aufgrund ihrer Dienstfahrlehrererlaubnis zur Ausbildung berechtigt. 2015 existierten in Deutschland 11.470 Fahrschulen. Im Vergleich zum Jahr 2009 war die Anzahl der Fahrschulen um rund 14 Prozent gesunken. Hauptursachen sind der Rückgang der eingeschriebenen Fahrschüler und Nachwuchsprobleme bei den Fahrlehrern.