Deutschlands trauriger Spitzenreiter

In Hamburg rasseln die meisten Fahrschüler durch die Prüfung

Ein Fahrschul-Auto
Zweitprüfungen und Fachkräftemangel machen Hamburgs Fahrschulen zu schaffen (Symbolbild).
deutsche presse agentur

Monatelang Fahrstunden nehmen, für die Theorie pauken – und trotzdem gibt’s den Lappen am Ende nicht. So ging es im vergangenen Jahr knapp der Hälfte aller Hamburger Fahrschüler. Denn: Sie halten einen traurigen Rekord. In Hamburg fielen bundesweit die meisten Schüler durch die praktische Fahrprüfung.

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Mehr Prüfungen als im Vorjahr

Trotz entmutigender Statistik wollen die Hamburger den Führerschein haben: Im ersten Halbjahr 2022 gab es nach Angaben des TÜV Hanse 25% mehr Prüfungen als im Corona-Jahr 2021 - sogar gut zwei Prozent mehr als vor der Pandemie.

Corona-Pandemie und Fachkräftemangel - Fahrschulen stehen vor Herausforderungen

Einige Fahrschulen sind ausgebucht und Prüfungstermine gibt es oft erst nach langer Wartezeit. Die Corona-Pandemie und der Fachkräftemangel verlangen Hamburgs Fahrschülern viel Geduld ab. „Trotz personeller Aufrüstung kommt es immer wieder zu Engpässen bei Prüfterminen“, heißt es vom Hamburger Fahrlehrerverband. Im harten Lockdown konnten keine Ausbildungen und Prüfungen stattfinden. Weder Fahrschulen noch technische Prüfstellen waren laut Fahrlehrerverband auf den großen Ansturm danach vorbereitet.

Neben den vielen Zweitprüfungen sorge zudem eine längere Prüfungsdauer von 55 statt 45 Minuten für Engpässe. Hinzu kämen zahlreiche Krankheitsfälle. Deswegen ruft der Fahrlehrerverband dazu auf, sowohl bei Fahrstunden als auch bei der Prüfung eine FFP2-Maske zu tragen. Dies helfe, Erkrankungen und damit Personalausfälle zu vermeiden.