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Mainz: Mann (32) fiel mehrfach durch Fahrprüfung und attackiert Fahrlehrer mit Messer - schwer verletzt!

Staatsanwaltschaft Mainz geht von versuchtem Mord aus Heimtücke aus

Mann (32) fiel mehrfach durch Fahrprüfung und attackiert Fahrlehrer mit Messer - schwer verletzt!

22.03.2022, Rheinland-Pfalz, Mainz: Polizeibeamte arbeiten nach einem Polizeieinsatz am Aliceplatz. Bei einem Polizeieinsatz in der Mainzer Innenstadt ist ein Mensch verletzt worden. Ein Beamter habe einen Mann mit einem Schuss gestoppt, der nach ers
Ein Verletzter bei Polizeieinsatz in Mainz
scg exa, dpa, Sebastian Gollnow

Er fiel mehrfach durch seine Fahrprüfung – und rastete aus: Ein 32-Jähriger hat in der Mainzer Innenstadt ein Messer gezückt und seinen Fahrlehrer attackiert. Ein Polizist, der gerade in der Nähe einen Verkehrsunfall aufgenommen hat, schießt auf den Messerangreifer. Der 32-Jährige und der 48 Jahre alte Fahrlehrer werden bei dem Vorfall am Dienstagnachmittag schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft Mainz geht von einem versuchten Mord aus Heimtücke aus.

Messerattacke in Mainz: Polizist schießt auf Angreifer

Gegen 15:00 Uhr greift der 32-jährige Mann einen 48-jährigen Fahrlehrer am Mainzer Alicenplatz mit einem Messer an und verletzt diesen schwer. Immer um diese Uhrzeit finden hier Fahrschüler-Wechsel statt. Der Beschuldigte, der mehrfach durch die praktische Prüfung fiel, wusste dies.

Der Fahrlehrer erleidet schwere Verletzungen im Kopf-, Hals- und Schulterbereich. Er wird noch in der Nacht notoperiert. Sein Zustand ist kritisch, er sei aber mittlerweile ansprechbar.

Dem 48-Jährigen kommen während des Angriffs zwei weitere Fahrlehrer (28, 48 Jahre) zu Hilfe. Sie werden von dem Täter nur leicht verletzt.

Staatsanwaltschaft Mainz geht von einem versuchten Mord aus Heimtücke aus

Ein 24-jähriger Polizeibeamter befindet sich in der Nähe des Tatorts. Er wird durch Zeugen alarmiert. Er gibt mehrere Schüsse auf den Beschuldigten ab. Dieser wird durch mehrere Kugeln getroffen und so gestoppt. Auch er wird in der Nacht notoperiert. Sein Zustand sei stabil.

Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen 32-jährigen, somalischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Mainz. Er ist im Besitz einer bis zum 22.08.2023 befristeten Aufenthaltserlaubnis, ausgestellt durch die Stadt Mainz.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Staatsanwaltschaft Mainz von einem versuchten Mord aus Heimtücke aus.

Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass ein Beziehungsstreit der Auslöser für den Messerangriff war. Hinweise auf einen Amoklauf oder einen terroristischen Hintergrund gibt es nicht. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. (bst)