So schützen Sie sich

Achtung, Phishing-Mails! Betrüger geben sich als Bankmitarbeiter aus

15. Oktober 2021 - 9:10 Uhr

RTL-Verbraucherexperte gibt Tipps zur Erkennung solcher Mails

von RTL-Verbraucherexperte Ron Perduss

Weltweit wurden allein im Juni über 200.000 Phishing-Webseiten entdeckt! In den letzten fünf Jahren haben sich die Zahlen mehr als verdoppelt. Cyberkriminalität hat also Hochkonjunktur. Derzeit sind vermehrt Phishing-Mails im Umlauf. Die neueste Masche der Betrüger: Sie geben sich als Bankmitarbeiter aus und versuchen so, Zugriff auf die Konten ihrer Opfer zu erhalten. RTL-Verbraucherexperte Ron Perduss erklärt, wie Sie die gefälschten Mails erkennen können.

Aufgrund von Datendiebstahl sehen die Mails meist täuschend echt aus

Die E-Mails sehen mittlerweile täuschend echt aus. Auf den ersten Blick, ist für uns Verbraucher kaum noch erkennbar, dass es sich um einen Fake handelt. Denn die Täter agieren höchst professionell: Sie nutzen als Absender meist einen seriösen Namen wie "Kundenservice" oder gar den Namen der Bank. Durch immer mehr zunehmenden Datendiebstahl verfügen die Betrüger außerdem über ausreichende persönliche Informationen, um die E-Mails zu personalisieren. Erst auf dem zweiten Blick fällt auf, dass die E-Mailadresse gar nicht vom eigentlichen Absender stammt.

Die Gefahr: Der Link in der E-Mail, der auf eine Website weiterleitet

Und auch sonst schaffen es die Betrüger mittlerweile, ihre Opfer von der Echtheit zu überzeugen –mit Logo, passenden Farben und einwandfreier Sprache. Sie fordern dann meist zum Handeln auf und drohen mit Kontosperrungen, falls nicht schnell die neuen AGB akzeptiert oder ein neues Verfahren freigeschaltet wird. Klickt man dann den Link in der E-Mail an, wird man auf eine ebenso täuschend echt aussehende Internetseite weitergeleitet. Hier wird man dazu aufgefordert, seine Zugangsdaten und eine TAN einzugeben. Und genau in diesem Moment haben die Täter meist schon ihr Konto leergeräumt – ohne, dass die Opfer etwas davon mitbekommen haben!

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So vermeiden Sie, Opfer von Betrügermails zu werden

  • Schicken Sie niemals persönliche Daten per E-Mail! Keine Bank fragt danach per Mail. Wenn Sie eine solche Anfrage erhalten, fragen Sie besser direkt bei Ihrer Bank nach.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Keine Bank fordert ihre Kunden zu "sofortigen" Handlungen auf! Sie haben für alle Geschäftsvorfälle immer genügend Zeit. Gerade wenn es um die Zustimmung für geänderte Geschäftsbedingungen geht, haben Sie immer mehrere Wochen Zeit, diese abzulehnen oder diesen Bedingungen zuzustimmen.
  • Klicken Sie nicht auf Links in E-Mails, wenn Sie sich nicht 100% sicher sind, dass der Absender vertrauenswürdig ist. Besuchen Sie lieber direkt das Online-Banking über die Ihnen bekannte Seite und überprüfen Sie, ob dort eine Benachrichtigung vorliegt.
  • Geben Sie niemals persönliche Daten auf Seiten ein, die eine unverschlüsselte Verbindung nutzen. Achten Sie auf das https:// in der Adresszeile!
  • Checken Sie regelmäßig Ihre Kontostände und loggen Sie sich nach jedem Onlinebanking über die entsprechende Funktion aus. Das einfache Schließen des Browser-Fensters reicht nicht aus.
  • Und im Zweifel gilt immer: Rufen Sie ihre Bank an und fragen Sie nach!

Auf der Seite "Phishing-Radar" der Verbraucherzentralen finden Sie Übersichten aktueller Phishing-Fälle und entsprechender E-Mails.